Mit einer eindrucksvollen Mischung aus Ausstellung, Zeitzeugenberichten, Vorträgen und musikalischen Beiträgen fand am 29. September 2025 in Osnabrück, Niedersachsen, die Abschlussveranstaltung des Projekts der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, „Interkulturelle Märchen- und Geschichtenvielfalt verbindet“, statt. Organisiert wurde sie von Irina Gärtner, Leiterin des Projekts, das durch das Bundesministerium des Innern gefördert wird.
Die Veranstaltung bildete den Höhepunkt einer Reihe von Workshops und drei Vorträgen, die seit Juli 2025 durchgeführt wurden. In diesen Workshops entstand gemeinsam mit den Teilnehmenden eine Fotoausstellung, die persönliche Geschichten und Perspektiven sichtbar machte.
Ein besonderer Programmpunkt war der Vortrag von Frau Dr. Benke zur Geschichte der Russlanddeutschen zur Zeit Katharinas der Großen. Die Tafeln der landsmannschaftlichen Wanderausstellung „Deutsche aus Russland. Geschichte und Gegenwart“ boten zusätzlich einen fundierten Überblick über die historischen Entwicklungen.
Emotional berührend waren die Zeitzeugenberichte von Herrn Eckhart (90 Jahre), Anna-Maria Jauk, Elvira Zimmer und Maria Groh. Die musikalische Begleitung übernahmen der Chor „Wolgawelle“ der Ortsgruppe Osnabrück und die Tanzgruppe „Bergborn“, die mit Heimatliedern und traditionellen Tänzen das Publikum begeisterten.
Irina Gärtner begrüßte die Gäste im Kostüm von Katharina der Großen und führte durch das Programm.
Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse – viele zeigten sich tief bewegt und inspiriert. Besonders erfreulich: Es gab bereits erste Anfragen für zukünftige Kooperationen.
Sehr gefreut hatten sich die Teilnehmenden auch über den Besuch der Vorsitzenden der Landesgruppe Niedersachsen der LmDR, Lilli Bischoff, die mit großem Interesse am Programm teilnahm.
„Die Resonanz war überwältigend“, so Irina Gärtner. „Es zeigt, wie wichtig es ist, Geschichte nicht nur zu erzählen, sondern auch erlebbar zu machen.“
Die Veranstaltung war Teil eines größeren Projekts, das den interkulturellen Austausch fördert und die Geschichten von Menschen mit russlanddeutschem Hintergrund sichtbar macht.
VadW