Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Landesgruppe Niedersachsen e.V.
Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Landesgruppe Niedersachsen e.V. 

„Kultur verbindet – Vielfalt auch“ Kulturfestival der Landesgruppe Niedersachsen in Ronnenberg


Die Landesgruppe Niedersachsen hat vor einiger Zeit beschlossen, ihr traditionelles Kulturfestival in jedem Jahr an einem anderen Ort
in Niedersachsen durchzuführen. In diesem Jahr haben wir uns für Ronnenberg
entschieden, dessen Mitglieder zur Ortsgruppe Hannover gehören.
Mit der alljährlichen Durchführung von Kulturfestivals präsentieren wir die breite
Vielfalt der kulturellen Potentiale der Deutschen aus Russland. Gleichzeitig bietet die
Landsmannschaft allen teilnehmenden Gruppen und Solisten eine Plattform, das
Spektrum des Kulturgutes der Deutschen aus Russland auf der Bühne darzustellen.
Gemäß dieser Vorgabe betonte die Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen
in ihrer Begrüßungsrede, dass die Pflege der eigenen Kultur und der Traditionen
der Volksgruppe ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Lebens von Deutschen aus
Russland in Niedersachsen ist. Das umso mehr, da die Deutschen in der Sowjetunion
jahrelang unterdrückt worden seien und ihre Bräuche nicht pflegen konnten.
Das sei ihnen erst hier in Deutschland ermöglicht worden. Daher hätten sich auch
in Niedersachsen viele Ortsgruppen der Landsmannschaft Chöre sowie Tanzgruppen und Tanzschulen gegründet, die eine Bereicherung der allgemeinen Kulturlandschaf darstellen. Aufgabe der Landsmannschaft sei es, diese Aktivitäten zu bündeln, sie zu unterstützen und in ihre eigenen Aktivitäten einzubeziehen.
Von den zahlreichen Ehrengästen seien die Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Miersch und Dr. Hendrik Hoppenstedt, der Vizepräsident des Niedersächsischen Landtages, Klaus ­ Peter Bachmann, die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder ­ Köpf, und die stellvertretende Vorsitzende der CDU ­ Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Editha Lorberg, erwähnt. Ausdrücklich dankte Lilli Bischoff Alina Scholochow von der Marie ­ Curie ­ Schule für die zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten.

In ihren Grußworten und Reden unterstrichen die Politiker, dass die Spätaussiedler in Niedersachsen sehr engagiert in vielen Bereichen sind und ein aktives politisches Leben führen. Sie gratulierten außerdem Lilli Bischoff zur erneuten Wahl in den Stadtrat von Barsinghausen. Diese Wahl unterstreicht ein weiteres Mal die Tatsache, dass unsere Landsleute in Niedersachsen bestens integriert und gut angekommen sind.
Auf dem Programm des Festivals standen Auftritte von Chören, Gesangs ­ und
Tanzgruppen aus ganz Niedersachsen. Unter den Akteuren waren erfreulich viele
Kinder und Jugendliche.

 

 

Kulturfestival

 

 

Am 22. Oktober 2016 veranstaltete die Landesgruppe Niedersachsen ein großes Kulturfestival in Ronnenberg unter dem Motto: „Kultur verbindet – Vielfalt auch“.  

 

Die Landesgruppe Niedersachsen hat dazu entschlossen, ihr traditionelles Kulturfestival in jedem Jahr an einem anderen Ort in Niedersachsen durchzuführen. In diesem Jahr haben wir uns für Ronnenberg entschieden, dessen Mitglieder zur Ortsgruppe Hannover gehören. Mit der alljährlichen Durchführung von Kulturfestivals präsentieren wir die breite Vielfalt der kulturellen Potentiale der Deutschen aus Russland. Gleichzeitig bietet die Landsmannschaft allen teilnehmenden Gruppen und Solisten eine Plattform, das Spektrum des Kulturgutes der Deutschen aus Russland auf der Bühne darzustellen. Das beteuerte auch in seiner Begrüßungsrede Lilli Bischoff, Landesvorsitzende, dass die Pflege der eigenen Kultur und Traditionen ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Lebens von Russlanddeutschen in Niedersachen sei, da Russlanddeutsche in der Sowjetunion jahrelang unterdrückt wären und ihre Bräuche nicht pflegen könnten.

Auf dem Programm des Festivals standen Auftritte von den Chören, Gesang- und Tanzgruppen aus ganz Niedersachsen, darunter waren viele Kinder und junge Leute dabei. Zu den Ehrengästen des Festivals gehörten: Lilli Bischoff, Landesvorsitzende; Alina Scholochow, Schulleitung Marie-Curie-Schule; Dr. Matthias Miersch, Mitglied des Deutschen Bundestages; Dr. Hendrik Hoppenstedt, CDU/CSU, Deutscher Bundestag; Ulf Thiele, Generalsekretär der CDU in Niedersachsen; Editha Lorberg, MdL stellv. Vorsitzende der CDU-Fraktion; Heino Wiese, Honorarkonsul der Russischen Föderation für Niedersachsen; Angelika Jahns, CDU-Fraktion Nds. Landtag, Innenpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Landtag, Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Wolfsburg; Klaus Bittner Nds. Ministerium für Inneres und Sport; Klaus Engemann, Nds. MI für Inneres und Sport; Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf; Klaus-Peter Bachmann, Vizepräsident des Nds. Landtages; Alptekin Kirci aus dem Büro der Landesbeauftragten u. a. 

 

In ihren Grußworten und -reden unterstrichen anwesende Politiker, dass die Spätaussiedler in Niedersachen sehr engagiert in vielen Bereichen sind und ein aktives politisches Leben führen. Sie gratulierten zudem Frau Bischoff zum Wahl in den niedersächsischen Rat, was nochmal die Tatsache beweist, dass unsere Landsleute in Niedersachsen bestens integriert und gut angekommen sind. 

 

Die Landesgruppe 

 

 

18. Oktober 2016

 

 

 

Die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, MdL, hat sich über die Belange der Spätaussiedler und Vertriebenen mit den Vorsitzenden der Landsmannschaften sowie der Landesverbände in Niedersachsen ausgetauscht. Während des Termins wurden die Schwerpunkte und  Erwartungen der jeweiligen Verbände besprochen. Das Arbeitsgespräch fand am 17. Oktober 2016 in der Niedersächsischen Staatskanzlei statt und soll im nächsten Jahr wiederholt werden.

Internationales Sportfest im Grenzdurchgangslager Friedland-Lob für die Landsmannschaft als Veranstalter

 

In Kooperation mit dem Grenzdurchgangslager Friedland ( Niedersächsisches Zentrum für Integration) veranstaltete der Landesverband Niedersachsen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland am 4. Juni unter dem Motto „Sport verbindet – Vielfalt auch“ sein traditionelles Internationales Sportfest auf dem Gelände des Grenzdurchgangslagers.

 

Zahlreiche Gäste aus Politik und Öffentlichkeit, Sportfreunde und Landsleute aus mehreren Ortsgruppen der Landsmannschaft folgten der Einladung des 

Landesverbandes. Das alljährliche Sportfest, das von der Landesregierung gefördert wird, versammelte Sportfreunde aus Friedland und umliegenden niedersächsischen Gemeinden sowie Sportbegeisterte und Sportfans aus dem Grenzdurchgangslager Friedland, Spätaussiedler und auch Asylbewerber und Flüchtlinge aus Syrien. Bei der Organisation und Durchführung hatte wie schon in den vorigen Jahren, Alexander Rudi ( Wolfsburg ) das Zepter in der Hand und wurde von Aktiven des Landesvorstandes und anderer landsmannschaftlicher Gliederung unterstützt.

Bei dem ausgesprochen bunten und fröhlichen Fest fand man bei Volleyball, Tischtennis, Schach und Minifußball (für Kinder im Alter bis 14 Jahre) schnell zusammen. Die gemischten Teams aus Kindern und Erwachsenen wetteiferten mit Kindern aus der Ukraine, die sich im Rahmen der Städtepartnerschaft Kowel / Barsinghausen in Deutschland aufhielten.

Bei der abschließenden Siegerehrung mit der Verleihung der Urkunden, Medaillen und Pokale kam noch einmal bei allen Beteiligten Freude auf. Ein vielfältiges Kulturprogramm für alle Anwesenden umrahmte das sportliche Geschehen. Viel Applaus gab es für den Auftritt der Tanzgruppe „Randevu“ aus Lüneburg unter der choreografischen Leitung von Tamara Zlobina und Anastasija Pissetskij.

Landtagsvizepräsident Klaus-Peter Bachmann lobte in Anwesenheit der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, der stellvertretenden Landrätin des Landkreises Göttingen, Brunhilde Ralle und des Bürgermeisters von Friedland, Andreas Friedrichs, das unermüdliche Engagement der Landesgruppe Niedersachsen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland im Bereich Integration.

Die Landesvorsitzende Lilli Bischoff bezeichnete das Verhalten der Kinder als vorbildlich:“Wir Erwachsene können von ihnen für das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen viel lernen. Für sie ist vieles selbstverständlich. Das ist gut so!“

Nach wie vor ist das wichtigste Signal des Sportfestes der Landsmannschaft: Die Zuwanderer haben Potentiale und Stärken mitgebracht, von denen Deutschland langfristig profitiert. Veranstaltungen wie diese fördern ein besseres Verständnis der kulturellen Vielfalt und die Toleranz für Zuwanderer   mit anderem kulturellen Hintergrund.

 

 

Besuch des Museums Friedland von den Teilnehmern der Gedenkfeier

Zu Gast beim Sommerfest der CDU 

 

Beim Sommerfest der CDU Fraktion im Niedersächsischen Landtag sind Vertreter der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland immer gern gesehene Gäste. Aus diesem Grund sind die Landesvorsitzende Lilli Bischoff und ihre Stellvertreterin Marianna Neumann dieser Einladung mit viel Freude gefolgt. 

Erneut waren viele prominente Gesichter zu sehen. Unter anderem wurden die Gäste vom Europaabgeordneten David McAllister begrüßt. Mit Editha Lorberg, Niedersächsische BdV-Vorsitzende und Aussiedlerbeauftrage der CDU-Landtagsfraktion, wurden Fragen zu aktuellen Themen erörtert. Ein besonderes Highlight des Nachmittags war das kurze, jedoch sehr emotionale Gespräch mit der Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen. 

Der Vorstand

 

 

Die niedersächsische Landesvorsitzende der Landsmannschaft, Lilli Bischof (links), und ihre Stellvertreterin Marianna Neumann mit dem ehemaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister

Zukunft braucht Vergangenheit. 75 Jahre Deportation der Deutschen in der Sowjetunion

 

Zentrale Gedenkfeier der Landsmannschaft in Friedland

Bereits zum zehnten Mal in Folge wurde die zentrale Gedenkfeier der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland unter Federführung ihrer Landesgruppe Niedersachsen in Friedland durchgeführt. Diesmal unter dem Motto „Zukunft braucht Vergangenheit. 75 Jahre Deportation der Deutschen in der Sowjetunion“

Die Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen und stellvertretende Bundesvorsitzende

Lilli Bischoff konnte am 3. September, wie schon in den Jahren zuvor, zahlreiche Ehrengäste aus den Reihen der Politik und von befreundeten Organisationen begrüßen.

Nach der einleitenden Andacht, gehalten von Pastorin Frauke Lieberum, Aussiedlerbeauftragte der Bremischen evangelischen Kirche und Mitglied des Vortandes der Konferenz für Aussiedlerseelsorge in der EKD, erinnerte Lilli Bischoff an die besondere Bedeutung des Grenzdurchgangslagers und der Gemeinde für die Deutschen aus Russland. Deshalb sei es für die Landsmannschaft eine angenehme Pflicht gewesen, beiden bei ihrem 32. Bundestreffen im vergangenen Jahr in Stuttgart ihre höchste Auszeichnung, den Katharinen-Preis der Deutschen aus

Russland , zu überreichen.

Mit dem Motto der Veranstaltung erinnere man, so Bischoff weiter, an tragische Ereignisse, von denen die Deutschen in der Sowjetunion Stalins heimgesucht worden seien. Ereignisse, die nahezu jeder Russlanddeutschen Familie bis zum heutigen Tage nachwirken, auch wenn sie bereits lange zurück lägen.

Anschließend betonte der niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, der am

23. Juni 2014 die Schirmherrschaft über die Landesgruppe Niedersachsen der Landsmannschaft übernommen hat: „Die Geschehnisse in Folge des Zweiten Weltkriegs gehören zu unserer gemeinsamen deutschen Geschichte. Es ist deshalb für unser Land und für die betroffenen Menschen gleichermaßen von Bedeutung, Gedanken und gedenken daran zuzulassen und die Erinnerung aufrechtzuerhalten. Dieses Gedenken und diese Auseinandersetzung tragen zu einem

geschichtlich-kritischen Bewusstsein bei.“

Die Festrede hatte der Präsident des Niedersächsischen Landtages, Bernd Busemann, übernommen. Er bezeichnete den Eingliederungsverlauf der Deutschen aus Russland als Beispiel gebend, allerdings erfahre diese vorbildliche Integration nicht die angemessene Würdigung seitens

der Gesellschaft. Vielmehr würden sie, wie etwa im „Fall Lisa“, allzu oft Opfer einer sensationslüsternen und verzerrten Darstellung in den Medien. Die damit verbundene Diffamierung erinnere ihn an die schlimmsten Zeiten der Diskriminierung der Deutschen in der Sowjetunion. Besonders gerne die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung natürlich seine Worte, dass die Deutschen aus Russland den Einheimischen wieder die Freude an Kindern beigebracht hätten….

Die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und teilhabe, Doris Schröder-Köpf, verlas

das Grußwort des Schirmherrn der Veranstaltung, des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stefan Weil, der ebenfalls die vorbildliche Integrationsfolge der Deutschen aus Russland lobte:

„Durch große Leistungsbereitschaft haben sich viele Russlanddeutsche eine neue Heimat  aufgebaut. Dazu haben auch die Aktivitäten der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland nachhaltig beigetragen. In Niedersachsen möchten wir russlanddeutsche Menschen dabei unterstützen, ihre kulturelle Identität zu wahren. Sie sind eine Bereicherung für unsere ganze Gesellschaft und leisten seit vielen Jahren einen Beitrag zum Zusammenhalt unserer Gemeinschaft.“

Der Bundesvorsitzende der Landsmannschaft, Waldemar Eisenbraun, schloss seinen Rückblick auf die geschichtlichen Hintergründe der Gedenkveranstaltung mit einer Analyse gegenwärtiger politischen Entwicklungen: „Die parteipolitische Landschaft hat sich in den letzten Jahren europaweit merklich verändert. Die bewaffneten Auseinandersetzungen, die andauernde Flüchtlingskrise und die drohende Altersarmut führen dazu, dass Menschen zunehmend verunsichert sind und nach schnellen Problemlösungen suchen. Dabei ist das kein rein deutsches Phänomen, wie ein Blick auf die Entwicklungen in den benachbarten Ländern zeigt. Meinen Landsleuten wünsche ich mehr Mündigkeit, Resistenz gegen Parolen und Manipulationsversuche und politischen Weitblick. Ich bitte auch darum, mehr Geduld für die Aufklärung von einzelnen Vorgängen aufzubringen, da vorschnelle Urteile und Handlungen nicht selten sein können.“

 

 

Im Anschluss an die Gedenkveranstaltungen wurden traditionsgemäß Kränze vor der Friedensglocke und dem Mahnmal auf dem Friedlandberg nieder gelegt.

Für den kulturellen Rahmen sorgten die landsmannschaftlichen Chöre aus den Ortsgruppen Gifhorn, Hannover und Osnabrück, der Männerchor aus Badenhausen  und weitere Aktive aus Niedersachsen.   


 

Landsmannschaft der Deutschen 

aus Russland e.V.

Landesgruppe Niedersachsen KULTURFESTIVAL

 

 

Motto: „Kultur verbindet – Vielfalt auch“

 

 

Die Landesgruppe Niedersachsen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. lädt ein zum Kulturfestival unter dem Motto „Kultur verbindet -  Vielfalt auch“ am Samstag, den 22. Oktober 2016 um 11.00 Uhr

 in der Marie – Curie – Schule ( Am Sportpark 1, 30952 Ronnenberg )

 

Zum Kulturfestival in Ronnenberg werden zahlreiche russlanddeutsche Kulturgruppen und Solisten eingeladen, die in einem bunten Kulturprogramm die beeindruckende Vielfalt der mitgebrachten Talente präsentieren und durch eine breite Palette die Besonderheiten der russlanddeutschen Kultur aufzeigen.

 Quer durch alle Generationen präsentieren die Kulturgruppen aus ganz Niedersachsen eine Vielfalt des kulturellen Lebens.  

Entschädigung ziviler deutscher Zwangsarbeiter

Auf An­trag kön­nen ehe­ma­li­ge deut­sche Zwangs­ar­bei­ter, die als Zi­vil­per­so­nen auf­grund ih­rer deut­schen Staats­an­ge­hö­rig­keit oder Volks­zu­ge­hö­rig­keit kriegs- oder kriegs­fol­gen­be­dingt zur Zwangs­ar­beit her­an­ge­zo­gen wur­den, ei­nen ein­ma­li­gen An­er­ken­nungs­be­trag in Hö­he von 2.500 Eu­ro er­hal­ten.

Die Durch­füh­rung der Richt­li­nie der Bun­des­re­gie­rung über ei­ne An­er­ken­nungs­leis­tung an ehe­ma­li­ge deut­sche Zwangs­ar­bei­ter wird durch das BVA (Bundesverwaltungsamt) über­nom­men.

 

Für die Antragsteller steht eine Service-Telefonhotline unter der Nummer 022899358-9800 zur Verfügung. E-Mails können an folgende Adresse gerichtet werden: AdZ@bva.bund.de.

Die Voraussetzungen zum Erhalt der Leistung sind in der AdZ-Anerkennungsrichtlinie näher geregelt.

 

Mit der Richtlinie, die am 1. August 2016 in Kraft getreten ist, wird endlich eine lange erhobene Forderung des Bundes der Vertriebenen, in dem die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland aktiv mitwirkt,  erfüllt.

 

BMI-ADZ-AnerkennungsRiLi.pdf
PDF-Dokument [36.9 KB]
Vollmachtsformular.pdf
PDF-Dokument [96.6 KB]
Antragsformular_DE.pdf
PDF-Dokument [167.6 KB]

Die Landsmannschaft im Gespräch mit der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag

Im Mai lud Editha Lorberg, stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag und Aussiedlerbeauftragte der Fraktion, Vertreter von Heimatvertriebenenverbänden und Spätaussiedlern zu einem Austausch in den Landtag ein.

Editha Lorberg berichtete über aktuelle Themen der Landespolitik, außerdem bereitete der kommunalpolitische Sprecher der Landtagsfraktion Bernd-Carsten Hiebing die Gäste auf die Kommunalwahl in Niedersachsen am 11. September 2016 vor.

Emotional diskutiert wurde die aktuelle Asylpolitik. Außerdem wies Editha Lorberg darauf hin, dass nun die Integration der bleibeberechtigten Flüchtlinge ansteht und dies eine Riesenherausforderung sein wird, bei der auch die Mithilfe der Spätaussiedler unbedingt gebraucht wird.

Lilli Bischoff, die Landesvorsitzende der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland in Niedersachsen, sagte zu dem Treffen im Landtag: „Es ist erfreulich, dass wir für die Landespolitik weiterhin als Ansprechpartner geschätzt werden. Es ist uns aber auch sehr wichtig, dass unsere Anliegen nicht nur angehört, sondern auch angepackt werden. In der CDU-Fraktion im Landtag haben wir seit Jahren einen verlässlichen Partner und Unterstützer für die Arbeit der Landsmannschaft.“

Das Forum für Fragen der Spätaussiedler und Heimatvertriebenen führt die niedersächsische CDU-Landtagsfraktion mindestens einmal im Jahr durch.

 

 

Internationales Sportfest im Grenzdurchgangslager Friedland – Lob für Landsmannschaft der Deutschen aus Russland als Veranstalter

 

(hakö) Der Landesverband Niedersachsen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland veranstaltete am vergangenen Samstag sein traditionelles Internationales Sportfest auf dem Gelände des Grenzdurchgangslagers Friedland. Das Motto lautete „Sport verbindet – Vielfalt auch“. Eingeladen waren Bewohnerinnen und Bewohner der Umlandgemeinden sowie des Grenzdurchgangslagers, neben Spätaussiedlern auch Asylbewerber und Resettlement-Flüchtlinge aus Syrien. 

 

Es war ein ausgesprochen buntes und lebendiges, fröhliches Bild. Schnell fand man unter anderem beim Fußball, Volleyball und beim Schachspiel zusammen, bildete gemischte Teams und wetteiferte mit Fairness und mit viel Engagement. Allen voran Kinder aus der Ukraine. Spiel und Spaß waren angesagt. Bei der abschließenden Siegerehrung mit der Verleihung der Urkunden, Medaillen und Pokale kam noch einmal Freude auf bei allen Beteiligten. Applaus gab es für den Auftritt der Tanzgruppe „Randevu“ aus Lüneburg unter der choreografischen Leitung von Tamara Zlobina und Anastasija Pissetskij.   

 

Lilli Bischoff: „Kinder sind Vorbild“

 

Landtagsvizepräsident Klaus-Peter Bachmann lobte in Anwesenheit der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, der stellvertretenden Landrätin des Landkreises Göttingen, Brunhild Ralle und des Bürgermeisters von Friedland, Andreas Friedrichs, das unermüdliche Engagement der Landesgruppe Niedersachsen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland in punkto Integration. Lilli Bischoff, 1. Vorsitzende der Landesgruppe, zeigte sich angetan, hatte das Verhalten der Kinder als vorbildhaft bezeichnet. „Wir Erwachsenen können viel lernen von ihnen im Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen. Für sie ist vieles selbstverständlich. Das ist gut so“.     


Hartmut Kölling 

 

Herzlich willkommen zum INTERKULTURELLEN SPORTFEST unter dem Motto „Sport verbindet – Vielfalt auch“

Die Landesgruppe Niedersachsen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. lädt herzlich ein zum Interkulturellen Sportfest

unter dem Motto „Sport verbindet - Vielfalt auch“

am Samstag, den 04. Juni 2016 um 10:00 Uhr

im Grenzdurchgangslager Friedland - Niedersächsisches Zentrum für Integration (Heimkehrerstraße 18, 37133 Friedland).

Das Sportfest in Friedland veranstaltet die Landesgruppe Niedersachsen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland in Kooperation mit dem Grenzdurchgangslager Friedland - Niedersächsisches Zentrum für Integration.

Im Rahmen des Sportfestes werden Turniere in Volleyball, Tischtennis, Schach und Minifußball (für die Kinder im Alter bis 14 Jahre) durchgeführt.

Ein buntes Kulturprogramm für alle Anwesenden

umrahmt das sportliche Geschehen.

Für die kleinen Gäste gibt es jede Menge Spiel und Spaß

Bei Interesse bitte bis zum 20.05.2016 anmelden unter:

E-Mail: <lmdr.landesgruppe@gmx.de> oder Tel.: 0511/1694094

Eröffnung Museum Friedland

Die Ausstellung im Museum Friedland...

...ist mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Ausstellung ist durchgängig in deutscher und englischer Sprache gehalten, die Führungen in der Ausstellung und über das Gelände des Grenzdurchgangslagers sind in den Sprachen Deutsch, Englisch, Arabisch, Russisch und Farsi möglich. Der Eintritt kostet fünf Euro für Erwachsene, ermäßigt drei Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

www.museum-friedland.de

„Abschied, Ankunft, Neubeginn“ – auf Zeitreise gehen Eröffnung des Museums Friedland – Landsmannschaft Niedersachsen aktiv beim Bürgerfest

Über 500 Gäste aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft folgten der Einladung des Landes Niedersachsen zur feierlichen Eröffnung des Museums  Friedland bei Göttingen am 18. März 2016. Der Niedersächsische Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD), der Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU) sowie der Niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) nahmen symbolisch den Schlüssel für das Museum im  historischen Bahnhofsgebäude mit der Dauerausstellung „Abschied, Ankunft, Neubeginn“ entgegen. 

Am historischen Ort zeichnet das Museum Friedland 70 Jahre der Gesamtgeschichte des Grenzdurchgangslagers von 1945 bis in die Gegenwart nach und nimmt die Ursachen von Flucht, Migrationswege und -verläufe und den gesellschaftlichen Umgang mit Migration und Kriegsfolgen in den Blick.

Der Name Friedland sei als geschichtsträchtiger Ort längst selbst ein Symbol geworden, machte Ministerpräsident Weil in seiner Festrede deutlich. In Friedland habe es stets das gegeben, was heute Willkommenskultur sei. Bislang haben rund 4,5 Millionen Menschen zeitweise in Friedland gelebt. Das Lager wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von der britischen Armee als Auffangstation für heimatvertriebene Menschen und zurückkehrende Kriegsgefangene aus der Sowjetunion errichtet. Später kamen Aussiedler aus Polen und der ehemaligen Sowjetunion sowie Ungarn-Flüchtlinge. Auch vietnamesische „Boat People“ und Chilenen auf der Flucht vor Pinochet-Diktatur durchliefen das Lager. Seit 2011 dient die Einrichtung als Erstaufnahme für Asylsuchende. Das eigentlich für bis zu 700 Menschen ausgelegte Lager war im vergangenen Jahr teilweise dreifach überbelegt. Landtagspräsident Busemann betonte, die Eröffnung des Museums komme genau zur richtigen Zeit. „Kaum ein Ort wäre besser geeignet, die Bedeutung von Asyl und Flüchtlingsschutz zu zeigen.“ Friedland sei für zahlreiche Menschen das „Tor zur Freiheit“ gewesen. 

2006 haben alle Fraktionen im Niedersächsischen Landtag dafür gestimmt, die historische Bedeutung des Grenzdurchgangslagers angemessen zu würdigen. Für die Dauerausstellung ließ die Landesregierung für rund 20 Mill. Euro den historischen Bahnhof umgestalten. Der Innenminister  Pistorius äußerte die Hoffnung, dass das neue Museum einen wichtigen Platz in der deutschen Museumslandschaft einnehmen werde.

Mit modernen Medien und anhand von über 400 Exponaten dokumentiert die Ausstellung bewegende Geschichten sowie die Bedeutung des Lagers im Wandel der Zeit. Sie zeigt die Migrationsdynamik ebenso wie die Versuche, sie zu steuern und zu kontrollieren. Und sie wirft Fragen auf: Was bringt Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen? Wie kommen sie nach Deutschland? Wie werden sie aufgenommen?

Jeder Besucher geht hier auf Zeitreise. Wie etwa eine Gruppe der Landsmannschaft Niedersachsen mit der Landesvorsitzenden Lilli Bischoff und zahlreichen Vertretern aus Ortsgliederungen. „Für unsere Landsleute ist es wichtig, dass in der Ausstellung auch viel über die Russlanddeutschen dokumentiert wird. Immerhin war Friedland gerade auch für die meisten der 2,4 Millionen Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion das Tor in die Freiheit und ein Inbegriff eines Neubeginns im Land ihrer Vorfahren. Nicht von ungefähr wird Friedland als eigentliche Heimat der Deutschen aus Russland bezeichnet. Seit 2007 findet hier die zentrale Gedenkfeier der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland in Erinnerung an die Deportation der Deutschen in der Sowjetunion 1941 statt. Ich empfehle jedem, die Ausstellung zu besuchen“, betonte Lilli Bischoff.  

In den kommenden Jahren sollen auf dem Lagergelände noch ein Besucher- und Forschungszentrum sowie eine internationale Jugendbegegnungsstätte eröffnet errichtet werden, in der junge Menschen aus ganz Europa sich über Fragen von Flucht, Vertreibung, Migration und Integration informieren und austauschen werden. Ein Museumspfad soll alle Museumsteile miteinander verbinden.

Am 19.-20. März wurde ein Bürgerfest rund um den historischen Bahnhof gefeiert, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen waren. Die Gäste hatten die Möglichkeit, das Museum kennenzulernen und ein vielfältiges Interview- und Kulturprogramm mitzuerleben, darunter die Eröffnung der Sonderausstellung „Nach Friedland. 16 Porträts“ in der Nissenhütte auf dem Lagergelände. In das gemeinsame Bühnenprogramm „Musik und Talk“ hat sich auch die Landsmannschaft Niedersachsen mit zahlreichen Künstlern eingebracht. Viel Beifall ernteten Solosänger Alexander Ross (Gifhorn), Chor „Klingental“ (Osterode/ Harz), Familie Kaufmann mit Gesang (Gifhorn), Akkordeonspielerin Olga Welz (Hannover), Kindertanzgruppe „Liebe Geschwister“ (Peine) und Frauentanzgruppe „Russisches Herz“ (Peine).
 

Interview der Deutschen Welle mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten

Klicken Sie auf den Link, um das Interview mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk (CDU/CSU) zu sehen.

 

Pauschalisierungen vermeiden

Deutsche aus Russland sind weder rechtsradikal noch fremdgesteuert.

In der medialen Landschaft sind Berichte über die Deutschen aus Russland seit Jahren kaum zu finden. Dabei gibt es zahlreiche Themen und interessante Persönlichkeiten, die eine öffentliche Würdigung verdient hätten.
In den letzten Tagen war das Interesse der deutschen Medien an Deutschen aus Russland enorm groß. Dieses wurde durch die vielen Kundgebungen unter Beteiligung unserer Landsleute ausgelöst.

Wir sind sehr darüber besorgt, dass unzählige Berichte und Kommentare Andeutungen oder gar Unterstellungen beinhalten, die Deutschen aus Russland würden rechtsradikale Tendenzen aufweisen und sich fremdsteuern lassen. Dieses einseitige Bild wird in die deutsche Gesellschaft transportiert und kann dem Ansehen unserer Landsleute nachhaltig schaden.

Unsere Position ist eindeutig - die Deutschen aus Russland sind weder rechtsradikal noch fremdgesteuert.

Das auffällige Verhalten von marginalen Gruppen liegt in deren Verantwortung und darf nicht auf die gesamte Personengruppe, die nachweislich als rechtstreu und gut integriert gilt, übertragen werden. Ein sensibler und differenzierter Umgang mit der Bevölkerungsgruppe der Deutschen aus Russland ist unabdingbar, um keinen Generalverdacht durch Pauschalisierungen entstehen zu lassen.

Nach Medienberichten haben in Baden-Württemberg insgesamt etwa vier bis fünf Tausend Personen an den Kundgebungen teilgenommen. Dabei leben in diesem Bundesland etwa eine Million der Deutschen aus Russland. Der oft gebräuchliche Begriff „russischsprachig“ umfasst neben unseren Landsleuten ethnische Russen und jüdische Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion. In diesem Zusammenhang ist die Differenzierung ebenso erforderlich.

Unsere Landsleute rufen wir eindringlich dazu auf, mehr Resistenz gegen unbestätigte Vorwürfe, hetzerische Aufrufe und politisch motivierte Spekulationen zu entwickeln. Auch hier müssen Pauschalisierungen jeglicher Art vermieden werden.

 

 

Bundesvorstand 

Pressemitteilung von Heinrich Zertik (Mitglied des Deutschen Bundestages)

Heinrich Zertik zu den bundesweiten Demonstrationen der Russlanddeutschen: 
 

„Ich bin zutiefst besorgt über die Entwicklungen in den letzten Tagen. Aufgrund einer angeblichen Vergewaltigung einer 13-Jährigen in Berlin, die aus einer Aussiedlerfamilie aus der ehemaligen Sowjetunion stammt, gingen einige Russlanddeutsche am vergangenen Wochenende in verschieden Städten und Gemeinden auf die Straße. 

Ich habe großes Vertrauen in den deutschen Rechtsstaat und erkenne an, dass die Polizei an einer sachgerechten Aufklärung arbeitet. Wir sollten die Ermittlungen abwarten und dürfen nicht in das laufende Justizverfahren eingreifen. 

Die Ängste und Befürchtungen der deutschen Bürgerinnen und Bürger nehme ich sehr ernst. Mich beunruhigt, dass rechtsnationale Gruppierungen versuchen, die Verunsicherung auch unter den Russlanddeutschen für ihre Interessen auszunutzen. Darüber hinaus beunruhigt mich der Einfluss der Meinungsbildung einiger russischsprachiger Medien sehr. 

Ich bin viel im gesamten Bundesgebiet unterwegs und nehme die unterschiedlichen Stimmungen sehr wohl war. Sie dienen mir für meine Arbeit in Berlin und sind oftmals auch sehr hilfreich im Gespräch mit meinen Bundestagskollegen.“ 

Stellungnahme zu bundesweiten Kundgebungen mit Beteiligung von Deutschen aus Russland 

Mitwirkung der Landsmannschaft:
Die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland hat die zahlreichen Kundgebungen am vergangenen Wochenende weder organisiert noch zur Teilnahme daran aufgerufen.
Die Verantwortung für den Verlauf und die Inhalte liegt allein bei den Veranstaltern.

Vor wenigen Tagen tauchte in den sozialen Medien ein Aufwurf zu flächendeckenden Demonstrationen auf. Dieser wurde in russischer Sprache verfasst und begann mit dem Satz „Achtung! Es ist ein Krieg!“. Diese hetzerische und provokative Formulierung verurteilen wir aufs schärfste.
 

Mediale Resonanz:
Wir sind sehr darüber in Sorge, dass die jüngsten Ereignisse in den Medien und der Gesellschaft ein verzerrtes Bild unserer Landsleute entstehen lassen. Wir warnen eindringlich davor, das Verhalten nicht repräsentativer Gruppen auf die gesamte Personengruppe der Deutschen aus Russland zu übertragen.

In der Bundesrepublik leben ca. vier Millionen Menschen, die als deutschstämmige Heimkehrer, Vertriebene, Aussiedler und Spätaussiedler auf Grundlage des Bundesvertriebenengesetzes (BVFG) nach Deutschland gekommen sind.

Wir bedauern sehr, dass die deutschen Medien bei der positiven Berichterstattung über die Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion sehr zurückhaltend sind. Die Landsmannschaft ist gerne bereit, Informationen über zahlreiche Themen und interessante Persönlichkeiten zu vermitteln.

Außerdem empfehlen wir die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Forschungsbericht des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge „(Spät-)Aussiedler in Deutschland“. http://lmdr.de/spat-aussiedler-in-deutschland-forschungsbericht-des-bamf/
 

Engagement der Landsmannschaft:
Unser Verband besteht seit 65 Jahren und ist der anerkannte Ansprechpartner für die Bundesregierung in allen Angelegenheiten der Deutschen aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Im Auftrag des BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) betreibt die Landsmannschaft bundesweit mehrere Migrationsberatungsstellen für erwachsene Zuwanderer. Wir führen offene Integrationsprojekte durch, die u.a. junge Menschen mit Migrationshintergrund als Zielgruppe haben. In den etwa 130 regionalen Gliederungen der Landsmannschaft arbeiten wir mit verschiedenen Akteuren des öffentlichen Lebens zusammen. Unsere Mitglieder bringen sich in Integrationsbeiräten und ähnlichen Gremien ein. Unser Verband und seine Jugendorganisation betrachten die Vertretung der Interessen unserer Landsleute, integrative und identitätsstiftende Maßnahmen, politische und interkulturelle Bildung, Kulturpflege und Aufklärung über die Geschichte der Deutschen in und aus Russland als Schwerpunkte ihrer Arbeit.

 

Position der Landsmannschaft:

Durch die Ereignisse in Köln und anderen deutschen Städten sind die Polizei und die Politik vielfach in die Kritik geraten. Die pauschalen Vorwürfe der mangelhaften Aufmerksamkeit und Untätigkeit legitimierter Organe halten wir jedoch für Panikmache.

 

In Zeiten von Verunsicherung und Unzufriedenheit sind Zivilcourage und bürgerliches Engagement geeignete Mittel, die politischen Entscheidungsträger auf Fehlentwicklungen hinzuweisen und schnelle und nachhaltige Lösungen einzufordern. Allerdings dürfen dabei weder die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit noch die Verhältnismäßigkeit der Mittel außer Acht gelassen werden.

Die Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion sind fleißig und ordnungsliebend, sie achten die Gesetze und stehen loyal zur Bundesrepublik. Familiärer Zusammenhalt und Gerechtigkeitssinn gehören ebenfalls zu ihren markanten Eigenschaften. Uns ist es nicht gleichgültig, wenn Verbrechen in Deutschland passieren. Daher erwarten wir die bestmögliche Aufklärung der Vorfälle und ein konsequentes Durchgreifen der zuständigen Behörden. Dabei dürfen weder Herkunft noch Religion, Aufenthaltsstatus, Einkommenssituation oder Berufsstand strafmildernd ausgelegt werden.

Offensichtlich gibt es Kräfte, die ein Interesse an der gesellschaftlichen Destabilisierung Deutschlands haben. Wir dürfen und werden uns auf Provokationen und Hetze nicht einlassen. Instrumentalisierung und Radikalisierung gilt es zu verhindern. Unser Verband wird sich mit aller Kraft für ein gesellschaftlich stabiles und freiheitlich-demokratisches Deutschland einsetzen.
 

Bundesvorstand 

„Volksdiplomatie kann viel bewirken…“ Eine Delegation aus Niedersachsen besuchte die Region Tjumen

Im Rahmen der Landespartnerschaft zwischen dem Land Niedersachsen und der Region Tjumen sowie der Partnerschaft der Landesgruppe Niedersachsen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und dem Gebietszentrum für Bildung, Methodik und deutsche Kultur Tjumen besuchte eine zwölfköpfige Delegation der Landesgruppe die Partnerregion Tjumen unter dem Motto „Brücken der Freundschaft: Russland – Deutschland“.

Innerhalb von einigen Stunden landete die Gruppe aus dem schneelosen vorweihnachtlichen Deutschland mitten im sibirischen verschneiten Tjumen bei schönem winterlichem Wetter. Auch darauf freuten sich die Vertreter der Landsmannschaft mit der Landesvorsitzenden Lilli Bischoff, dem Landesvorstandsmitglied Marianna Neumann (Vorsitzende der Ortsgruppe Hannover), der Projektmitarbeiterin Nataliya Naumenko (Hannover) und Waldemar Goldnik (Lüneburg). Die Jugend war repräsentiert durch Henrik Reimer (stellv. Vorsitzender der Jugendorganisation der Landsmannschaft Niedersachsen) und die Jugendtanzgruppe Randevu aus Lüneburg.     

Seit nun acht Jahren findet ein regelmäßiger Austausch zwischen der Landesgruppe Niedersachsen und dem Gebiet Tjumen statt, wo ca. 26.000 Deutsche leben. Seit 2007 besteht eine lebendige Partnerschaft der Landesgruppe mit dem Gebietszentrum für Bildung, Methodik und deutsche Kultur Tjumen. Ein Höhepunkt der beiden Partnerschaften waren die Projekttage der Landesgruppe Niedersachsen 2012 („20 Jahre Partnerschaft zwischen dem Land Niedersachsen und der Region Tjumen“ und „5 Jahre Partnerschaft zwischen der Landesgruppe Niedersachsen und dem Gebietszentrum für Bildung, Methodik und deutsche Kultur Tjumen“), die von der Landesregierung gefördert wurden. Und erst im September 2015 fanden wiederholt Projekttage der Landesgruppe Niedersachsen mit der Partnerregion Tjumen, wobei die Niedersachsener eine zehnköpfige Delegation aus der Region Tjumen mit Natalia Matschuga, Koordinatorin des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur im Uralgebiet und Vorsitzende des Gebietszentrums für deutsche Kultur Tjumen, begrüßte und ein vielfältiges Aufenthaltsprogramm mit Teilnahme an der bundesweiten Gedenkfeier der Landsmannschaft in Friedland, Treffen und Begegnungen mit Landsleuten in Hannover, Lüneburg und Osnabrück organisierte.

Auch der jüngste Besuch diente der vielfältigen Weiterentwicklung und Stärkung der seit Jahren bestehenden Partnerschaft zwischen dem Land Niedersachsen und der Region Tjumen sowie die Intensivierung der bestehenden direkten Kontakte der Landesgruppe Niedersachsen mit ihrer russlanddeutschen Partnerorganisation. Mit im Gepäck hatte die deutsche Delegation, wie schon bei vorigen Besuchen, Infobroschüren, Bücher, Gedenk- und Jubiläumspublikationen der  Landsmannschaft sowie anderes Aufklärungs- und Bildungsmaterial zur Geschichte und Gegenwart der Russlanddeutschen. Auch diesmal kam es überall in den besuchten Orten zu Begegnungen und Gesprächen mit den hiesigen Deutschen, es wurden Fragen zur Familienzusammenführung, den Ausreisebedingungen, dem Sprachtest oder dem Leben in Deutschland gestellt. Zum fünftägigen Aufenthalt gehörten auch Besichtigungen der örtlichen Sehenswürdigkeiten wie „Tjumen im Neujahrsglanz“, das Handelshaus und der historische Kreml in Tobolsk. 

In der Gebietshauptstadt Tjumen traf sich die landsmannschaftliche Delegation mit Vertretern der Gebietsduma, angeleitet vom Sprecher Sergej Korepanow, der über den aktuellen Stand der Partnerschaft zwischen der Region Tjumen und dem Land Niedersachsen berichtete. „Trotz der Tatsache, dass die Politiker verschiedener Länder nicht immer eine gemeinsame Sprache finden, kann gerade die Volksdiplomatie viel bewirken. Wir hoffen, dass unsere gemeinsamen Projekte, die bereits vor Jahren beschlossen worden sind, auch weiter vorangetrieben werden“, betonte er.

An die vielfältige Partnerschaft seit 1992 in den Bereichen Industrie, Landwirtschaft und Bildung erinnerte auch der stellv. Vorsitzende der Gebietsduma Viktor Rein. Die momentanen Schwierigkeiten in der Politik sollten nicht die gut bewährte langjährige Partnerschaft beeinflussen, meinte er. „Deutschland gehört zu unseren führenden Partnern, wir schauen mit Optimismus in die Zukunft und hoffen auf weitere Zusammenarbeit“, betonte Rein. Es gebe noch viele Bereiche für langfristige, dynamische Partnerschaftskooperationen, von denen beide Seiten gleichermaßen profitieren können, etwa beim Austausch von wissenschaftlich-technischen Informationen, der Entwicklung der öl-chemischen Industrie, beim Jugendaustausch und Kurorttourismus.

Die Russlanddeutschen und die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland als deren Vertreter sehen sich in der Landespartnerschaft als Brücke zwischen Niedersachsen und der Region Tjumen, hob Lilli Bischof hervor. In Tjumen traf sich die landsmannschaftliche Delegation auch mit den Aktiven des Gebietszentrums für deutsche Kultur. Dazu versammelten sich rund 20 Aktive mit verschiedenen Problemstellungen und Fragen, die in einer stundenlangen Gesprächsrunde von Lilli Bischoff und anderen Vertretern aus Niedersachsen beantwortet wurden. Am gleichen Tag beteiligten sich die deutschen Gäste auch an einem Arbeitskreis der Leiter und Vorstandsmitglieder der örtlichen  russlanddeutschen Organisation des Gebiets Tjumen, darunter auch Vertreter des Jugendklubs „Jugendland“. In aufschlussreichen Berichten und Präsentationen wurde die Aktivitäten vor Ort und die Zukunftsprojekte vorgestellt und diskutiert.

Auch in der alten Stadt Tobolsk wurden die Niedersachsener von Vertretern der Stadtverwaltung mit der Ersten stellv. Stadtbürgermeisterin Jana Subowa und Vertretern des Zentrums der deutschen Kultur in Tobolsk (Leiterin Irina Dmitrijewa), einer Filiale der regionalen Organisation Gebietszentrum für Bildung, Methodik und deutsche Kultur Tjumen, empfangen. „Wir freuen uns, dass wir auch junge Menschen in unserer Delegation haben. Sie sind Kinder von Deutschen aus Russland, die noch ganz jung mit ihren Eltern nach Deutschland kamen oder dort geboren wurden. Wir haben sie mitgenommen, damit sie das Land ihrer Eltern und Großeltern kennen lernen. Denn ohne das Wissen um die Vergangenheit der eigenen Volksgruppe kann man keine Zukunft aufbauen“, betonte Lilli Bischoff.

Abgerundet wurde der Aufenthalt im Gebiet Tjumen mit einem Tagesbesuch im Dorf Jurginskoje, wo ein Treffen mit den örtlichen Russlanddeutschen stattgefunden hat. Die Gastgeber präsentierten die Aktivitäten der Nationalen Kulturautonomie des Rayons Jurginski. Und die Gäste aus Deutschland berichteten über die Aktivitäten der Landsmannschaft und das Leben der Landsleute in Deutschland. Anschließend wurde gemeinsam der Advent gefeiert. Die Niedersachsener ließen sich auch die Beteiligung am „Wettbewerb junger Familien“ mit einem Skiausflug in den verschneiten Wald nicht entgehen. Da in Deutschland der Schnee auf sich warten ließ, war es für alle eine bleibende Erfahrung – für manche wie aus der fernen Kindheit in der alten Heimat.

 

VadW

 

 

Adventsempfang der Landesgruppe Niedersachsen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland

 

Ein Bericht von Hartmut Kölling

 

 

Einen ausgelassenen Ex-Kanzler erlebten die Gäste des Adventsempfanges der Landesgruppe Niedersachsen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland am vergangenen Freitag. Gerhard Schröder fand am Ende der Veranstaltung im Tagungshaus St. Clemens in Hannover den „richtigen Ton“ beim Singen mit den anwesenden Chorgemeinschaften der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland aus Hannover und Gifhorn sowie Gästen aus der Ukraine. Es gab spontanen Szenenapplaus für diese „Zugabe“, die die Herzen berührte.

 

Zuvor hatten die Gastredner, darunter Klaus-Peter Bachmann als stellvertretender Landtagspräsident, Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe Niedersachsen, Editha Lorberg, MdL und Aussiedlerbeauftragte der CDU-Landtagsfraktion und BDV-Landesvorsitzende, Klaus Engemann vom Niedersächischen Ministerium für Inneres und Sport und Michaela Michalowitz, stellvertretende Regionspräsidentin in Anwesenheit der Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Hannover, Regine Kramarek, vor allem ihre tiefe Verbundenheit zur Landesgruppe betont. Man pflege seit Jahrzehnten eine besondere Willkommenskultur, die von gegenseitigem Respekt geprägt sei. Die Deutschen aus Russland seien ein Gewinn für die Gesellschaft vor dem Hintergrund ihrer Kultur und auch ihrer Sprache, die es zu pflegen gilt.

 

Begrüßt hatte die Gäste eingangs die Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen, Lilli Bischoff, mit sehr einfühlsamen Worten. Gemeinsam möchte man Weihnachten bewusst erleben und Traditionen weitergeben, hieß es immer wieder an diesem Abend, der unter dem Motto stand: „Deutsche aus Russland in Niedersachsen: Erinnerung bewahren – neue Heimat gestalten.“ Als Beweis der besonderen Kontakte und aus Dankbarkeit für ihr unermüdliches Engagement für die Landesgruppe erhielten Klaus-Peter Bachmann und Klaus Engemann die goldene Ehrennadel der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland. Die Landesvorsitzende Lilli Bischoff überreichte dem Vorsitzenden des Vereins Friedlandhilfe, Herrn  Karl-Heinz Keudel, eine Ehrenurkunde und die Katharinen-Medaille als Ausdruck der Dankbarkeit für die langjährige Unterstützung der Integrationsarbeit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland. Für die musikalischen „Pausen“ sorgten Alexandra-Emilia Jurk und Mariella Gauks aus Osterode, wie auch das Duett Maria Fischer und Alexander Ross. Sie berührten eindrucksvoll die Seelen. 

 

„Das abgelaufene Jahr sei spannend und abwechslungsreich gewesen. Es steht für die Deutschen aus Russland unter einem besonderen Stern“, meinte Lilli Bischoff. Sie wies darauf hin, dass vor 250 Jahren unter einer Deutschen, Zarin Katharina II., die wechselvolle und dramatische Geschichte der Deutschen aus Russland begann, von der Auswanderung und Ansiedlung unter anderem an der Wolga, in der Ukraine, im Kaukasus, Wolhynien, Bessarabien und am Schwarzen Meer, über zahlreiche Höhen und Tiefen, bis zur Rückkehr in das Land der Vorväter und gelungener Integration. Etwa 2,7 Millionen russlanddeutscher Heimkehrer, Aussiedler und Spätaussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion leben heute in Deutschland, die meisten davon hätten sich erfolgreich in ihrer neuen Heimat integriert. Die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland besteht seit nunmehr 50 Jahren und bildet die Interessenvertretung, Hilfsorganisation und Kulturverein der Deutschen aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion.

 

Bundesdelegierten-Versammlung in Kassel

Vom 21./22. fand in Kassel die Bundesdelegierten-Versammlung der Deutschen aus Russland mit Neuwahl statt.
Die Landesvorsitzende Lilli Bischoff wurde zur Stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt. 

 

 

„EINSATZ FÜR MENSCHEN, DIE SICH SELBER NICHT MEHR HELFEN KÖNNEN!“ ZENTRALE GEDENKFEIER DER LANDSMANNSCHAFT IN FRIEDLAND am 12.09.2015

Viele Einheimische haben sich über die Jahrzehnte hinweg für uns eingesetzt, und nun ist es an uns, für Menschen (sprich: die Flüchtlinge und Asylsuchenden, die in diesen Tagen zuhauf in Deutschland Schutz suchen) einzutreten, die sich selber nicht mehr helfen können.“

 

Auf diesen Satz aus der Rede der Vorsitzenden der Landesgruppe Niedersachsen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Lilli Bischoff, in ihrer Begrüßungsrede bei der zentralen Gedenkfeier des Verbandes am 12. September in der Kirche St. Norbert im Grenzdurchgangslager Friedland konnten sich alle Redner im Rahmen der Feierstunde einigen. Die Festrednerin Cornelia Rundt, niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, ebenso wie der Präsident des Niedersächsischen Landtages, Bernd Busemann, und der Vorsitzende der Landsmannschaft, Waldemar Eisenbraun.

Dieser Satz und das damit verbundene Engagement entspreche, so die Redner, auch dem Motto der Gedenkfeier, „Erinnerung bewahren, neue Heimat mitgestalten. 250 Jahre russlanddeutscher Geschichte“. Denn das, was die Flüchtlinge von heute erleben, hätten die Deutschen in der Sowjetunion Stalins vor 70 Jahren am eigenen Leib verspüren müssen.

Gerade auch angesichts der dramatischen Entwicklungen der Gegenwart sei Friedland, so Bernd Busemann in seinem Grußwort, besser als jeder andere Ort in Deutschland geeignet, an die Opfer von Flucht und Vertreibung zu erinnern. Ebenso wichtig sei es, zu betonen, dass Zuwanderung auch eine Chance für die Gesellschaft bedeute.

An diese Feststellung knüpfte Cornelia Rundt an, indem sie die zahlreichen Studien erwähnte, die den Zuzug der Aussiedler und Spätaussiedler als Gewinn für Deutschland nachgewiesen hätten. Ihre Aufnahme sei eine "Investition in die Zukunft" gewesen. Die gemeinsame Erinnerung an Flucht und Vertreibung, die künftig im Museum Friedland dokumentiert werde, sei zudem ein wirksamer Schutzschild für jede Form von Extremismus.

Waldemar Eisenbraun bedankte sich ebenso wie Lilli Bischoff beim Land Niedersachsen, das für die Deutschen aus Russland eine "besonders wohlwollende Atmosphäre" geschaffen habe. Für Menschen, die sich "still und leise" vorbildlich integriert und negative Vorurteile längst widerlegt hätten. Und für die es eine Selbstverständlichkeit sei, Menschen, die zu uns kommen, würdevoll zu empfangen. Gleichzeitig werde die Landsmannschaft immer wieder an das Recht der Deutschen auf der Krim und in der Ostukraine erinnern, verbesserte Bedingungen für die Aussiedlung nach Deutschland zu erhalten.

Ein weiteres Grußwort sprach Natalia Matschuga, Vorsitzende des "Gebietszent­rums für Bildung, Methodik und deutsche Kultur Tjumen", mit dem die Landesgruppe Niedersachsen partnerschaftlich verbunden ist.

An Flucht und Vertreibung, wie sie bereits in der Bibel dargestellt werden, erinnerten auch Pastor Martin Steinberg (Friedland) und Pfarrer Rainer Hoverath (Erzbistum Köln) in ihren Andachten bei der Feierstunde und bei der Kranzniederlegung vor der Friedlandglocke.

Für die bewegende musikalische Umrahmung sorgten die Chöre "Heimatmelodie" (Hannover), der Chor der Ortsgruppe Osnabrück sowie ein Frauenchor und ein Männerchor aus Badenhausen.

Traditioneller Abschluss der Gedenkfeier war die Kranzniederlegung am Heimkehrerdenkmal auf dem Hagenberg.

           

„Sport verbindet  – Vielfalt auch“ - interkulturelles Sportfest in Friedland

Seit Jahren veranstaltet die Landesgruppe Niedersachsen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland internationale Sport- und Kulturfeste in Kooperation mit dem Grenzdurchgangslager Friedland, zu dem nicht nur Spätaussiedler, sondern auch die Bewohner der Aufnahmeeinrichtung und der Gemeinde eingeladen werden. Auch das internationale Sportfest am 11. Juli 2015 in Friedland unter dem Motto „Sport verbindet  – Vielfalt auch“ wurde wiederholt ein Erfolg – es herrschte eine freundschaftliche Atmosphäre, die alle Teilnehmer und Gäste ansteckte und mitnahm. Ermöglicht wurde das Projekt durch die Unterstützung des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport, der Verwaltung und Mitarbeiter des Grenzdurchgangslagers Friedland, der Mitglieder des Landesvorstandes und zahlreicher Ortsgruppen. Die Schirmherrschaft übernahm der Niedersächsische Innenminister, Boris Pistorius.                                                                                                  

Zahlreiche Gäste aus Politik und Öffentlichkeit, Sportfreunde und Landsleute aus den Ortsgruppen Barsinghausen, Celle, Hannover, Nienburg, Wolfsburg, Peine, Salzgitter und Osterode am Harz sowie Lagerbewohner aus verschiedenen Ländern versammelten sich zum Fest am Sportplatz Friedland. Den einstimmenden Auftakt zur Eröffnung, die von Henrik Reimer moderiert wurde, machten Malvina Köln und Olesja Keln aus Peine mit einer Turnpräsentation.                                                                                                                                                    
Lilli Bischoff, Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste zum interkulturellen Sportfest 2015. Kurze Grußworte sprachen Heinrich Hörnschemeyer (Standortleiter des Grenzdurchgangslagers Friedland), Heinrich Zertik MdB (Mitglied der Aussiedlerbeauftragten-Konferenz der CDU Deutschlands, Vorsitzender des Bundesnetzwerks Aussiedler der CDU Deutschlands), Klaus-Peter Bachmann MdL (Vizepräsident des Niedersächsischen Landtags, SPD), Petra Joumaah MdL (Mitglied im Ausschuss für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Migration, CDU), Karl-Heinz Hausmann MdL (Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Osterode am Harz, Mitglied des Ausschusses für Inneres, Sport und Integration im Landtag Niedersachsens), Klaus Engemann (Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport, Leiter des Referats 63), Alptekin Kirci (Niedersächsische Staatskanzlei, Verbindungsbüro zur Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Referatsleiter 02).                                            
Im Laufe des Tages wurden Freundschaftsspiele in Minifußball, Volleyball, Tischtennis und Schach ausgetragen, an denen sich mit viel
Elan Sportfreunde aus unterschiedlichen Nationen beteiligten. Bei der Organisation und Durchführung hatte, wie schon in den vorigen Jahren, Alexander Rudi (Wolfsburg) das Zepter in der Hand.                                                                                                                                                                    Auch für die jüngeren Gäste gab es jede Menge Spiel und Spaß auf der Spielmeile, die ebenfalls von den Aktiven der Landesgruppe betreut wurde: das Kinderschminken hatten Eugenia Arestov (Hannover) und Melissa Kiefer (Peine) in kreativer Hand, beim Glücksrad spielte Lisa Krebs (Barsinghausen) die Zauberfee, die Süßigkeiten-Wurfmaschine bedienten Marianna Neumann (Hannover) und Larissa Steer (Salzgitter), beim Kegeln ging den Kindern Nataliya Naumenko (Hannover) zur Hand, und bei den Wasserspielen, die entsprechend der Wetterlage gern in Anspruch genommen wurden, war Anna Welz (Hannover) die Wirtin.                                                                                                                                    
In der Zwischenzeit gab es ein Mittagsangebot am Grillplatz des Grenzdurchgangslagers Friedland, wo sich Sportler und Zuschauer mit Würstchen, Salaten, Brötchen und Getränken stärken konnten – alles vorbereitet von den Aktiven der Ortsgruppen Nienburg, Barsinghausen und Salzgitter.                                                                     
Auch dieses Sportfest zeigte wiederholt, dass Sport weder Grenzen noch Sprachhürden kennt und jederzeit eine freundschaftliche Kommunikationsatmosphäre schafft, wo sich jeder wohl fühlt – unabhängig davon, aus welchem Land man kommt oder welche Hautgarbe man hat.                                                                                         
Die Siegerehrung und
Preisverleihung an Sportler fand in bester Stimmung im Rahmen eines Kulturnachmittags mit Gesang und Tanz und zahlreichen Zuschauern im Haus 4 (Speiseraum) statt. In ihren Ansprachen betonten die Landesvorsitzende Lilli Bischoff, Johann Schustek, stellvertretend für den Bürgermeister der Gemeinde Friedland, und Inge Pfitzner, stellvertretende Vorsitzende der „Friedlandhilfe e.V.“, die große Bedeutung von solchen Veranstaltungen, die ein besseres Kennenlernen und Verständnis füreinander fördern und mit einem guten Beispiel in Sachen Willkommenskultur in Deutschland vorangehen. „Wir sprechen nicht nur über die Willkommenskultur, wir leben sie wie hier bei diesem Sportfest“, so Bischoff.                                                              
Die aktivsten Teilnehmer wurden anschließend mit Pokalen und Urkunden für die erfolgreiche Teilnahme am Sportfest ausgezeichnet. Beim Minifußball-Turnier (durchgeführt von Alexander Rudi) ging der große Pokal an die Fußballmannschaft Friedland 1 (Friedland-Bewohner aus Afghanistan), auf den 2. Platz spielte sich die Fußballmannschaft vom Sportverein Peine, der 3. Platz ging an die Fußballmannschaft "Kobane" aus Barsinghausen, und am 4. Platz landete wiederum die Fußballmannschaft Friedland 2 (Friedland-Bewohner).                                                                                                                               
Beim
Volleyballturnier (durchgeführt von Viktor Horn) dominierten die Mannschaften von GDL Friedland, die sich aus den Lagerbewohnern zusammensetzten: Volleyballmannschaft Irak (1. Platz), gemischte Volleyballmannschaft Friedland (2. Platz), Volleyballmannschaft Goslar (3. Platz), Volleyballmannschaft Eritrea (4. Platz).                                                                                                   Das Tischtennisturnier (durchgeführt von Eugen Major) gewann Johann Meier, ihm folgte Demler Sergej (2. Platz), auf den 3. Platz spielte sich Denis Demler (alle drei Spätaussiedler und Neuankömmlinge, Friedland-Bewohner), auf dem Platz 4 landete Nikolaj Köln (Peine).
Im Schachturnier (durchgeführt von Artur Neumann) war Pavel Olejnikov der stärkste Spieler, ihm folgten Najib Safi (2. Platz) und Adam Abrishani (3. Platz), beide Bewohner von GDL Friedland.
Das anschließende Kulturprogramm gestaltete der Chor Harz“ mit deutschen und russischen Volksliedern. Spontan meldete sich mit Gesang (in Deutsch und Russisch) zur Gitarre Alexander Demler, Spätaussiedler und vor kurzem erst in Friedland angekommen. Gute Stimmung verbreiteten mit folkloristischen und modernen Tanzkreationen zur internationalen Musik die Tanzgruppen der Landsmannschaft Peine: Tanzgruppe „Potschemutschki“ mit den Geschwistern Alex und Jennifer Jäkel („Rumba“ und  „Samba“), Tanzgruppe „Mirasch“, Frauentanzgruppe „Russisches Herz“ („Kadril“ und „Tanz mit Hüten“) sowie Laura Braun mit einer Turnpräsentation. Zwar hätten die Deutschen aus Russland andere geschichtliche, religiöse und gesellschaftliche Hintergründe als viele andere Zuwanderergruppen, es eint sie jedoch der Wunsch, in der neuen Heimat Deutschland in Frieden und Freiheit leben zu können und sich geborgen zu fühlen. „Aus diesem Wunsch heraus ist die Idee entstanden, ein Sportfest unter dem Motto Sport spricht alle Sprachen als multinationales Forum zu veranstalten. Die Tradition wollen wir auch weiter fortsetzen“, betonte in ihrem Schlusswort die Landesvorsitzende Lilli Bischoff.  

VadW                                                                                                                                                                              
Fotos: Olga Major

 

Landesgruppe Niedersachsen: Herzlich willkommen zum Interkulturellen Sportfest 2015 in Friedland!

Ein Interkulturelles Sportfest in Friedland am 11. Juli 2015 (Samstag) um 10 Uhr veranstaltet die Landesgruppe Niedersachsen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland in Kooperation mit dem Grenzdurchgangslager Friedland - Niedersächsisches Zentrum für Integration. Die Schirmherrschaft über das Sportfest hat der Niedersächsische Innenminister, Boris Pistorius, übernommen.                                                                                

Folgende Turniere werden im Rahmen des Sportfestes durchgeführt: Minifußball (für Kinder im Alter von 12 bis 14 Jahre), Volleyball,  Tischtennis und Schach. Ein kleines Kulturprogramm für alle Anwesenden umrahmt das sportliche Geschehen. Auch für die kleinen Gäste gibt es jede Menge Spiel und Spaß.                        

Alle Sportfreunde, die an unserem Sportfest teilnehmen möchten, sind von uns herzlich eingeladen. Wir freuen uns über zahlreiche Anmeldungen und Ihre Teilnahme.

Infos und Anmeldung unter: Tel.: 0511-1694094; E-Mail: Lmdr.landesgruppe@gmx.de

 

 

34. Tag der Niedersachsen vom  26.06.2015 bis 28.06.2015 in Hildesheim

Bei den Feiern zum 34. Tag der Niedersachsen, ein Landesfest des Ehrenamtes, die diesmal in Hildesheim  ausgerichtet wurden, war auch die Landesgruppe Niedersachsen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland mit der Vorsitzenden Lilli Bischoff dabei.

Im Niedersachsendorf (Festmeile  Rathausstraße und Zingel) präsentierte sich vom 26.06.2015 bis 28.06.2014 die Landesgruppe Niedersachsen zusammen mit dem Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport (Projekt Museum Friedland), der Niedersächsischen Staatskanzlei, Bund der Vertriebenen und Verband der Siebenbürger Sachsen mit einem Informationsstand.  Mit Kinderaktionen und Informationsmaterialien hat die Landesgruppe Niedersachsen -  die Landesvorsitzende, Lilli Bischoff,  die Vorsitzende der Ortsgruppe Hannover, Marianna Neumann, der Vorsitzende der Kreisgruppe  Osterode, Eugen Major, die Projektleiterin, Nataliya Naumenko die Praktikantin, Eugenia Makagonov und der Politikwissenschaftstudent aus Göttingen-Henrik Reimer,  die zahlreiche Themen zu Integration und gesellschaftlichen Leben der Deutschen aus Russland hautnah und zum Anfassen aufbereitet. Die Interessenten wurden ausführlich beraten und konnten feststellen, wie vielfältig und abwechslungsreich die Arbeit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland in Niedersachsen ist.

Es wurden vom „Team Politik zu Anfassen“ zahlreiche Interviews geführt.

Es wurden auch zahlreiche Gespräche mit dem Vertreter des Innenministeriums des Landes Niedersachsen durchgeführt, darunter mit dem Referatsleiter des Referats 63 Herrn Klaus Engemann,  sowie auch mit dem Herrn Oliver Krüger und Herrn Bittner, die das entstehende Museum Friedland präsentierten,, durchgeführt.

Der Infostand der Landesgruppe  Niedersachsen war ein attraktives Ziel auch für  die kleinen Gäste, weil dort das Kinderschminken von Eugenia Makagonov angeboten wurde.  Die zahlreiche schön bemalten Kindergesichter machten Spaß für Groß und Klein.

Es werden viele Fotos gemacht, die freundliche und warme Atmosphäre sorgte für gute Laune und erfolgreiche Zusammenarbeit

 

„Kultur verbindet – Vielfalt auch“ Kulturfest der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland Niedersachsen in Rotenburg/Wümme

„Aussiedler haben Rotenburg bereichert“, titelte die „Rotenburger Kreiszeitung“ und bezeichnete die Kulturveranstaltung unter dem Motto „Kultur verbindet – Vielfalt auch“ im voll besetzten Haus Niedersachsen in Rotenburg/Wümme am 16. Mai 2015  als „Kulturfest der Extraklasse“. Zum vierten Mal in Folge lud die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland Niedersachsen Landsleute und Freunde des Verbandes zum Internationalen Kulturfestival ein. Mit dem traditionellen Kulturfest bietet die Landesgruppe Niedersachsen den teilnehmenden Gruppen und Solisten ein Forum, sich als Träger der russlanddeutschen Kulturarbeit einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und das Spektrum des Kulturgutes der Deutschen aus Russland vielfältig darzustellen.                                                                                                                                         Am Festival beteiligen sich zahlreiche russlanddeutsche Kulturgruppen (Chöre, Musik- und Tanzgruppen)  und Solisten aus ganz Niedersachsen, die in einem reichhaltigen Kulturprogramm die beeindruckende Vielfalt der Talente präsentierten und die Besonderheiten der mitgebrachten Kultur aufzeigten. Als Gäste waren Vertreter aus Politik und Öffentlichkeit, Landsleute aus den Ortsgruppen der Landsmannschaft und anderen Vereinen sowie Einwohner der Stadt und Umgebung eingeladen. Sie wurden von der Landesvorsitzenden Lilli Bischoff und der Gastgeberin Galina Schüler, Vorsitzende der Kreis- und Ortsgruppe Rotenburg, begrüßt. Die musikalische Begrüßung mit dem Lied „Guten Tag, herzlich willkommen“ kam von der Folkloregruppe „Goldene Brücke“ (Leitung: Anna Knelsen) aus Rotenburg, die das Kulturprogramm auch nachher mit stimmungsvollen Beiträgen mitgestaltete.                                                                                           Mehrere Redner würdigten die vorbildliche Integration der Aussiedler aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion in Niedersachsen und „speziell in Rotenburg“, betonte der Vizepräsident des Niedersächsischen Landtags Klaus-Peter Bachmann. Auch die Tatsache, dass Aussiedler sich als wichtige Stützen der Gesellschaft und der Wirtschaft etabliert hätten, wurde hervorgehoben. „Durch die Aussiedler ist unsere Stadt bereichert und liebenswerter geworden“, sagte Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber. Zu den Ehrengästen zählten auch Editha Lorberg, die Aussiedlerbeauftragte der CDU-Landtagsfraktion, Alptekin  Kirci, Leiter des Büros der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Klaus Engemann und Klaus Bittner vom Niedersächsischen Ministerium  für Inneres und Sport, Landrat Herrmann Luttmann, Landtagsabgeordnete Mechthild Ross-Luttmann, Heinrich Hörnschemeyer, Leiter des Grenzdurchgangslagers Friedland, sowie mehrere Stadtabgeordnete aller Parteifraktionen und Vertreter von Vereinen und Einrichtungen in Rotenburg.
Den Sinn des traditionellen Kulturfestes in Niedersachsen brachte Lilli Bischoff nochmals deutlich auf den Punkt: „Kulturbereiche wie Tanzen, Singen und Musik kennen keine Grenzen, keine Vorurteile und keine Barrieren. Die Vielfalt, die unsere Künstler heute präsentieren, zeigt nicht nur Kultur zwischen Tradition und Moderne, sondern auch eine Vielfalt, die verschiedene Völker, Kulturkreise und Generationen zusammen bringt und in ihrer kulturellen Vielfalt vereint.“ Sie bedankte sich bei der Niedersächsischen Regierung für die finanzielle Unterstützung des traditionellen Kulturfestes und bei der Stadt Rotenburg und deren Bürgermeister für das vorbildliche Engagement in Sachen Integration der Aussiedler, die auch in der Publikation „Zwischen Augenblick und Ewigkeit. Deutsche aus Russland in Rotenburg“ zum Ausdruck gekommen ist.                                                                                                                      
Schon in ihren Herkunftsländern, sei es in Russland, Kasachstan, Kirgisien oder der Ukraine, hätten die Russlanddeutschen gelernt, eine kulturelle Vielfalt zu leben. Gleichzeitig war es ihnen Jahrzehnte lang nach dem 2. Weltkrieg nicht möglich, die Kultur der eigenen Volksgruppe zu pflegen und öffentlich zu leben. Ganz anders in der neuen Heimat Deutschland, „wo meine Landsleute nach jahrzehntelanger Unterdrückung die Möglichkeit haben, sich auch kulturell auf ihre deutschen Wurzeln zu besinnen. In der Atmosphäre der kulturellen Vielfalt in Deutschland haben sie auch die Freiheit, ihre mitgebrachte Kultur zu pflegen und sie der Öffentlichkeit zu präsentiere. Unter anderem bei solchen Veranstaltungen wie unsere. Um die Landsmannschaft und die russlanddeutschen Talente bekannter zu machen, wird das traditionelle Kulturfestival immer wieder an einem anderen Ort veranstaltet“, erklärte Bischoff. Jedes Mal in der Vorbereitungsphase des Kulturfestivals werden neue Künstler und Kulturgruppen entdeckt. Als Erfolg erwiesen sich bereits die internationalen Kulturfeste der Landesgruppe in Friedland 2012, in Ronneberg bei Hannover 2013 oder in Schladen 2014.  
Auch diesmal boten über 160 Künstler – Sänger, Musiker, Tänzer - einen bunten Reigen folkloristischer und moderner, traditioneller und klassischer Kultur. Quer durch alle Generationen präsentierten die Darsteller aus ganz Niedersachsen die Vielfalt des kulturellen Lebens der Russlanddeutschen, die schon längst ein fester Bestandsteil der deutschen Kulturlandschaft vor Ort sind und die kulturelle Vielfalt vor Ort bereichern. Das zeigten dann auch die Künstler in einem gut fünfstündigen Kulturprogramm auf der Bühne,
durch das Moderatorin Jessica Ginter aus Scheeßel 
führte.                                                              Den Einstieg machten die Chöre „Heimatmelodie“ (Leitung: Olga Welz) und „Klingende Runde“ (Leitung: Tamara Schewchenko) aus Hannover und der Chor der Russlanddeutschen aus Wolfsburg (Leitung: Waldemar Warlamow) mit dem „Niedersachsenlied“. Außerdem präsentierten sich die Chöre auch im weiteren Verlauf des Konzerts mit anspruchsvollem Gesang in beiden Sprachen, unter anderem mit Potpourris aus bekannten deutschen oder gemischten Volksliedern.


 

 

Wir laden ein zum Kulturfestival unter dem Motto: „Kultur verbindet – Vielfalt auch“


Die Landesgruppe Niedersachsen

der Landsmannschaft

der Deutschen aus Russland e.V.

 

lädt ein zum Kulturfestival

 

am Samstag,

dem 16. Mai 2015,

um 11.00 Uhr

 

Haus Niedersachsen

Lindenstraße 14

27356 Rotenburg-Wümme

 

 

Lorberg: CDU-Fraktion startet neues Forum für Aussiedler und Heimatvertriebene – Unterstützung und Dialog intensivieren

Die CDU-Landtagsfraktion im Niedersächsischen Landtag hat eine neue Gesprächsplattform für den Austausch mit Spätaussiedlern und Heimatvertriebenen initiiert. Dazu kamen am 14.04.2015 Abgeordnete der CDU-Fraktion mit Vertretern verschiedener Verbände zum „Forum für Aussiedler- und Heimatvertriebenenfragen” zusammen. Ein zentrales Thema des Treffens war die Lage der deutschen Minderheit in den Kriegsgebieten der Ost-Ukraine. „Diese Menschen brauchen unsere Hilfe – wir brauchen kurzfristige Entscheidungen auf Bundesebene, damit die Betroffenen schnell nach Deutschland aussiedeln können”, sagte die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion, Editha Lorberg.                                                                                                                                             Ein weiteres Thema des Forums war die Intensivierung bestehender Partnerschaften, wie beispielsweise mit Schlesien. „Die Schlesier haben Niedersachsen nach dem Zweiten Weltkrieg wie kein anderes Bundesland geprägt. Gerade deswegen müssen die Kontakte erhalten und gepflegt werden”, sagte Lorberg. Besonders wichtig seien dazu Besuche vor Ort sowie die Förderung deutschsprachigen Unterrichts in schlesischen Schulen. In Niedersachsen selbst müsse mehr für die Unterstützung der zahlreichen Heimatmuseen und Sammlungen getan werden, die von den verschiedenen Vertriebenengruppen unterhalten werden. „Die CDU-geführte Landesregierung hatte ein Investitionsprogramm für kleine Museen ausgeschrieben, das durch Rot-Grün eingestellt wurde”, so Lorberg. „Heute stehen ungefähr 30 Prozent dieser Einrichtungen vor der Schließung. Hier ist die Landesregierung gefordert endlich eine dauerhafte Lösung für diesen kulturellen und historischen Schatz Niedersachsens zu finden.”                                                                                                                                                      Pressemitteilung der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag    

 

                                                                         

Besuch der Landesgruppe bei der Abgeordneten Dr. Maria Flachsbart in Berlin vom 15.04.-17.04.2015

Auf Anregung der Abgeordneten Dr. Maria Flachsbarth, CDU, aus Region Hannover, weilten 30 Aktive der Landesgruppe Niedersachsen mit der Landesvorsitzenden Lilli Bischoff und weitere 20 geschichtsinteressierte Mitbürger aus Barsinghausen am 15.-17.04.2015 in Berlin. Bei der dreitägigen Tagung für politisch Interessierte mit einem umfangreichen Programm standen geschichtliche und politische Ereignisse wie Kriegsende, Mauerbau sowie die Situation im Osten und Westen Berlins im Mittelpunkt. Auch die Stadtrundfahrt durch die Bundeshauptstadt zu Beginn der Tagung orientierte sich an politischen Gesichtspunkten. Zum Programm gehörten weiterhin die Besichtigung des Plenarsaals und ein Vortrag über die Aufgaben und die Arbeit des Parlaments im Deutschen Bundestag im Reichstagsgebäude am Platz der Republik mit der anschließenden Diskussion mit Mitgliedern des Deutschen Bundestages. Die Führung durch die Ausstellung „Wege, Irrwege, Umwege – Die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland" im Deutschen Dom vertiefte das Thema. Aufschlussreich waren das Informationsgespräch im Bundesministerium der Verteidigung und die Sonderführung in der Gedenkstätte Potsdamer Abkommen, Schloss Cecilienhof in Potsdam. Auch der Besuch der Dauerausstellung „Tränenpalast“ (Reichstagufer 17, Berlin-Mitte) und der Gedenkstätte Lindenstraße (ehem. Stasi-Gefängnis) hinterließ tiefe Eindrücke. Ebenso die Besichtigung der Kuppel des Reichstagsgebäudes. 

 

 

Pressemitteilung 2015
150422_Pressemitteilung_BPA_I.2015.pdf
PDF-Dokument [82.6 KB]

Besuch der Bundestagsabgeordneten Klaus Brähmig und Fritz Güntzler im Grenzdurchgangslager Friedland

„In Friedland besteht die Besonderheit, dass das Land Niedersachsen am historischen Ort bei weiter laufenden Aufnahmebetrieb des Grenzdurchganglagers Friedland ein zeitgeschichtliches Museum zu den Themen Flucht, Vertreibung, Migration und Integration errichte", sagte Klaus Engemann, Referatsleiter im Niedersächsischen Innenministerium, im Rahmen eines Informationsbesuches von Klaus Brähmig, Vorsitzender der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und nationalen Minderheiten der CDU/CSU-Fraktion am 9. April 2015. Brähmig besuchte das Grenzdurchgangslager Friedland in Begleitung des örtlichen Bundestagsabgeordneten Fritz Güntzler, um sich über die Aufnahme von Spätaussiedlern und den aktuellen Umsetzungsstand des Museums Friedland zu informieren. Klaus Engemann führte die anwesenden Gäste in die Thematik ein, indem er die bald 70-jährige Geschichte des Grenzdurchgangslagers Friedland nachzeichnete.                                                                 
Im Anschluss informierte Projektleiter Oliver Krüger über die Grundzüge des Museumskonzepts.
Unter dem Titel „Abschied, Ankunft, Neubeginn" wird das Museum Friedland bis 2020 in drei Bauabschnitten realisiert. Der erste Bauabschnitt - die Sanierung und museale Aufbereitung des historischen Bahnhofsgebäudes von 1890 - befindet sich in der Umsetzung und wird bis Jahresende 2015 abgeschlossen (Eröffnung im März 2016).
 Als weitere Bauabschnitte folgen das Besucherzentrum und die Akademie.                                                                 
Als Ehrengast und Zeitzeugin des Museumsprojekts Friedland nahm Lilli Bischoff,
Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, am Besuchsprogramm teil
. Sie berichtete von ihren Erinnerungen an ihre Ankunft im Grenzdurchgangslager Friedland im Jahre 1988 und ihre ersten Jahre in Niedersachsen. Schon bald nach ihrer Ankunft in Deutschland habe sie begonnen, sich in der Landsmannschaft zu engagieren und andere Russlanddeutsche bei ihrer Eingliederung in Niedersachsen zu unterstützen. Den Abschluss des Programms bildet ein Rundgang über das Außengeländes des Grenzdurchgangslagers und der Besuch der Baustelle Museum Friedland im historischen Bahnhofsgebäude.  
VadW-Info 

 

Niedersachsen hat gewählt – Lilli Bischoff als Landesvorsitzende in ihrem Amt bestätigt

In einer freundschaftlichen und konstruktiven Arbeitsatmosphäre verlief am 21. März 2015 in Barsinghausen die Jahreshauptversammlung der Landesgruppe Niedersachsen mit Neuwahlen des Landesvorstandes. Den  Bundesvorstand vertrat Ewald Oster, stellv. Bundesvorsitzender, der auch die Wahlen leitete. In offener Abstimmung wurde Lilli Bischoff wiederholt in ihrem Amt bestätigt. Sie ist seit 2006 Vorsitzende des Landesverbandes Niedersachsen.  Ihr zur Seite stehen in den nächsten Jahren weitere Mitglieder des Landesvorstandes: Marianna Neumann (Hannover), Helena Moser (Nienburg), Alexander Rudi (Wolfsburg), Anna Welz (Hannover), Wladimir Steer (Salzgitter)und Eugen Major (Osterode/Harz).

Der zuvor amtierende Landesvorstand mit Lilli Bischoff als Landesvorsitzende kann auf eine vielfältige landsmannschaftliche Tätigkeit aus mehreren erfolgreichen Projekten, Initiativen und Vorhaben zurückblicken. Auch konnte die Landsmannschaft in Niedersachsen in der vergangenen Legislaturperiode vor allem noch mehr an Ansehen und Anerkennung hinzugewinnen.                 Lilli Bischoff freute sich auf 30 Delegierte aus den Ortsgliederungen und sieben Gäste. Einer davon war der Bürgermeister der Stadt Barsinghausen, Marc Lahmann, der die Anwesenden begrüßte und die bemerkenswerte Integrationsarbeit der Landsmannschaft vor Ort und landesweit lobte. Insbesondere hob er das Engagement von Lilli Bischoff hervor, die seit Mai 2013 CDU-Stadträtin in Barsinghausen ist. Auch ihr Einsatz im Verein „Kinderhilfe Ukraine“, den sie 1995 gründete, sei beispielhaft. Nach wie vor bemühe sie sich um die Hilfsmaßnahmen für die Opfer von Tschernobyl in Kowel/Ukraine, insbesondere Kinder, und den Kulturaustausch mit der Region, so Lahmann. Die Stadt Barsinghausen zeichnete Bischoff bereits 1999 für dieses Ehrenamt aus, darüber hinaus erhielt sie 2002 den Siegfried-Lehmann-Preis für die Kinderhilfe in der Ukraine. Gleich nach der Ankunft gründete Bischoff in ihrer Heimatstadt Barsinghausen eine Ortsgruppe der Landsmannschaft und bemühte sich um die soziale und berufliche Eingliederung der Aussiedler, die Familienzusammenführung und den Eintritt heranwachsender Spätaussiedler in Sportvereine in Barsinghausen. Als Zeichen der Anerkennung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit wurde ihr 2007 das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.                                                                      

 

Ewald Oster würdigte in seiner umfassenden Rede unter anderem die Höhepunkte der landsmannschaftlichen Aktivitäten in Niedersachsen mit Lilli Bischoff und ihrem tatkräftigen Team. Dazu gehöre vor allem die zentrale Gedenkfeier der Landsmannschaft zur Erinnerung an die Opfer des Stalinismus unter Federführung der Landesgruppe Niedersachsen in Friedland, so Oster. Beispielhaft sei auch die gute Zusammenarbeit mit der niedersächsischen Regierung mit regelmäßigen Treffen und Gesprächen. Durch die Intensivierung der verbandspolitischen Arbeit wurde erreicht, dass bei den niedersächsischen Kommunalwahlen der letzten Jahre einige Deutsche aus Russland Erfolg hatten. Auch bei den Bemühungen um die Zusammenführung von getrennten Spätaussiedlerfamilien sei die Landesgruppe Niedersachsen ganz vorne, betonte Oster. Einmalig sei auch das grenzüberschreitende Engagement der Landesgruppe Niedersachsen, die lebendige Partnerschaftsbeziehungen mit russlanddeutschen Organisationen in den Gebieten Tjumen und Perm pflegt. Das Besondere dabei, dass die beiden Partnerschaften in die 20-jährigen Landespartnerschaften des Landes Niedersachsen mit den Partnerregionen Tjumen und Perm eingebettet seien und diese um weitere wichtige Facetten bereicherten. Der Ausdruck dieser Verbundenheit seinen die Projekttage der Landesgruppe Niedersachsen mit den Regionen Tjumen und Perm 2012 und 2013. Die hohe Wertschätzung der Aktivitäten der Landsmannschaft und ihrer Integrationsarbeit äußerte sich unter anderem in den Patenschaften über die Landesgruppe Niedersachsen, die 2012 und 2014 übernommen wurden. Zu den Höhepunkten des Jahres gehörten Traditionen wie das internationale Sportfest unter dem Motto „Sport spricht alle Sprachen“ in Friedland und das internationale Kulturfestival unter dem Motto „Kultur zwischen Tradition und Moderne“. „Beide Veranstaltungen bieten den teilnehmenden Gruppen und Solisten ein Forum, sich als Träger der russlanddeutschen Kulturarbeit einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und das Spektrum des Kulturgutes der Deutschen aus Russland vielfältig darzustellen“, betonte Ewald Oster.                                                                                   

Lilli Bischoff ging au in ihrem Bericht insbesondere auf die politischen Schwerpunkte der landsmannschaftlichen Tätigkeit und die gute Zusammenarbeit mit der niedersächsischen Landesregierung ein, wobei sie vor allem die Beteiligung der Landsmannschaft beim traditionell Tag der Niedersachsen oder dem Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2014 in Hannover hervorhob.                                                                  
Einer der größten Schwerpunkte sei auch die Öffentlichkeitsarbeit der Landesgruppe in Kooperation mit der landsmannschaftlichen Wanderausstellung und die Publikationen, die von der Landesgruppe in den letzten Jahren mit Unterstützung der Landesregierung herausgegeben wurden. Dazu gehörten die Infobroschüren zu der Gedenkveranstaltung in Friedland, die zwei Broschüren zu den Projekttagen mit den Regionen Tjumen (2012) und Perm (2013) sowie die Landesbroschüren 2008 und 2010 (60 Jahre Landsmannschaft). Bei der Gelegenheit stellte Bischoff auch die neu erschienene Landesbroschüre (2014) „Deutsche aus Russland in Niedersachsen: Engagement im öffentlichen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben“ vor - mit einer vielfältigen Präsentation der Aktivitäten der Landesgruppe und zahlreichen Integrationsbeispielen.                                         
Auch der Empfang im Advent der Landesgruppe Niedersachsen habe sich inzwischen gut etabliert, so Bischoff. Es sei eine gute Gelegenheit, der Landesregierung für die vielfältige Unterstützung der Landsmannschaft und den zahlreichen ehrenamtlich tätigen Landsleuten für ihren wertvollen Beitrag zur Integrationsarbeit der Landsmannschaft zu danken.                                                                                                                                      
Gedankt wurde auch diesmal. Mehrere Landsleute wurden mit Ehrennadeln und Urkunden der Landsmannschaft für ihr langjähriges und beachtenswertes ehrenamtliches Engagement vor Ort oder auf Landesebene gewürdigt. Svetlana Judin (Hannover) und Andreas Maurer (Osnabrück) freuten sich über die goldene Ehrennadel. Mit der silbernen Ehrennadel wurden Anna Welz-Chomina (Hannover), Lisa Krebs (Barsinghausen), Anna Welz (Hannover), Alexander Rudi (Wolfsburg), Marianna Neumann (Hannover) und Elisabeth Steer (Braunschweig) ausgezeichnet. Die bronzene Ehrennadel erhielten Irma Sedunow (Celle), Galina Schüler (Rotenburg), Valentina Nikiforow (Neustadt) und Larissa Steer (Salzgitter).                                                                                                            
In weiteren Diskussionen des Tages wurden die zukünftigen Termine und Veranstaltungen besprochen. Auch in diesem Jahr werden ein Sportfest in Friedland und ein internationales Kulturfestival veranstaltet. Und eine weitere Vertiefung der Kontakte mit den Partnern in Tjumen und Perm ist ebenfalls vorgesehen. Außerdem machte die Landesvorsitzende die Versammelten auf die Internetseite der Landesgruppe unter www.lmdr-niedersachsen.de aufmerksam, die immer mehr ausgebaut wird und schon jetzt eine respektable Anzahl der Besucher hat. Sie rief die Ortsgruppen auf, an der Mitgestaltung des Internetauftritts der Landesgruppe aktiv mitzuwirken und die Chance zu nutzen, durch die Darstellung der eigenen Aktivitäten vor Ort den positiven Ruf der Landsmannschaft und ihr Ansehen in Niedersachsen noch mehr zu stärken.                                                                                                                                                             VadW

 

Treffen in Osterode am Harz


Am 13.02.2015 fand ein Organisationstreffen in Osterode am Harz – Niedersachsen zum Zweck der Gründung von Netzwerk- und Landsmannschaftlichen Strukturen der Deutschen aus Russland statt.

 

An dem Treffen nahmen teil von links nach rechts, Heinrich Zertik -  MdB, Svetlana Gauks – bekannte Kulturschaffende im Landkreis Osterode, Eugen Mayor – aktiv in der örtlichen Politik, Lilli Bischof – Landesvorsitzende Niedersachsen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Walter Gauks – Bundesvorsitzender der Jugendorganisation der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland.

 

Es war ein interessantes und zukunftsorientiertes Gespräch. Die Region Harz ist eine Region in der zahlreiche Russlanddeutsche leben und aktiv in der Gesellschaft mitgestalten. Das ist schon ein zweites Treffen in Osterode bei dem die Gründung von festen Strukturen der Deutschen aus Russland in der Region thematisiert wird. Unterstützt wird die Idee zu großen Teil von Dr. Roy Kühne MdB, der großen Wert darauf legt die Deutschen aus Russland noch mehr an der mitgestaltung im Landkreis zu beteiligen.

 

Geplant sind weitere konkrete Schritte und Treffen in der Region. Die Teilnehmer des Treffens einigten sich auf Gründung von örtlichen Strukturen der Landsmannschaft, Teilnahme von Chören und Jugendgruppen unetr der Leitung von Svetlana Gauks bei den Veranstaltungen der Landesgruppe Niedersachsen, Aktivierung von politischem Engagement im Landkreis.

 

Man darf also gespannt sein wie sich die Initiative in Osterode am Harz und Landkreis weiter entwickelt.

 

Hartmut Koschyk auf Niedersachsenreise

 

Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, hat Anfang Oktober seinen „Antrittsbesuch“ bei der auch für Vertriebene, Aussiedler und nationale Minderheiten zuständigen Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, MdL, absolviert.
 

Schröder-Köpf brachte ihre Anerkennung für den Einsatz des BdV Niedersachsens und insbesondere der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland auch für heutige Flüchtlinge zum Ausdruck.
Die beiden Beauftragten erörterten außerdem die Auswirkungen der jüngsten Novelle der Bundesvertriebenengesetztes auf den Zuzug von Spätaussiedlern im Grenzdurchgangslager Friedland.
Das war auch Thema beim vorangegangenen Besuch Koschyks im Haus Deutscher Osten, dem Sitz der Geschäftsstelle des Landesverbandes Niedersachsen des BdV.
Mit dem Landesvorsitzenden Oliver Dix und seinem Stellvertreter Klaus Wiegmann erörterte er die Arbeit des Landesverbandes, die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen, die Behandlung von Flucht und Vertreibung im Schulunterricht sowie die weitere Entwicklung der Heimatsammlungen und Gedenkstätten der Vertriebenen in Niedersachen.
Gemeinsam mit niedersächsischen Vertretern der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland wurde anschließend die Integration von Aussiedlern und Spätaussiedlern besprochen.
Die Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen, Lilli Bischoff, berichtete von den Aktivitäten der Landesgruppe im Rahmen der Partnerschaftsprojekte des Landes Niedersachsen mit den russischen Regionen Perm und Tjumen.
Koschyk bekräftigte, dass die Bundesregierung nach Möglichkeit die Landsmannschaft in ihre Zusammenarbeit mit den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion einbeziehen wolle.
Die Einbeziehung des Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft, Waldemar Eisenbraun, 

bei Veranstaltungen in Kasachstan und in der Ukraine sei ein sichtbares Zeichen für diese Kooperation.
Grundsätzlich würden solche Kooperationen auch für die deutsche Minderheit im der Russischen Föderation angestrebt, es bestehe allerdings – neben der allgemeinen politischen Lage – das Problem, dass das bislang zuständige Ministerium für regionale Entwicklung vor kurzem aufgelöst und seine minderheitenpolitischen Zuständigkeiten auf das Kulturministerium übertragen worden seien. Bislang habe die russische Regierung noch keinen neuen Ko-Vorsitzenden für die Deutsch-Russische Regierungskommission benannt.
Immerhin würden auf der Arbeitsebene die laufenden Unterstützungsmaßnahmen für die deutsche Minderheit in der Russischen Föderation fortgesetzt.
Koschyk selbst hat sich gegenüber russischen Stellen wiederholt für direkte Gesprächskontakte mit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland eingesetzt.
Aufschlussreich gestaltete sich auch der Besuch des Grenzdurchgangslagers Friedland.
Zunächst stand in dem von Ministerialdirigent Dr. Frank Frühling eingeleiteten Gespräch die aktuelle Aufnahmesituation im Mittelpunkt der dortigen Gespräche.
Infolge der jüngsten Novellierung des Bundesvertriebenengesetzes, mit der vor allem bisherige Härten gemildert werden sollen, haben sich die Antrags- und Zuzugszahlen von Spätaussiedlern spürbar erhöht.
Koschyk kündigte an, dass der Bund daher mit dem Land Niedersachsen Verhandlungen über eine Erhöhung der Bettenkapazität aufnehmen werden. Auch seien dem Bundesverwaltungsamt befristete Einstellungen zusätzlicher Mitarbeiter durch das BMI ermöglicht worden, die auch in Friedland zum Einsatz kommen werden, was dort nach Koschyks Überzeugung zu einer spürbaren Entlastung der Situation führen wird.

Schirmherrschaft über die Landesgruppe Niedersachsen der Landsmannschaft

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport Boris Pistorius hat die Schirmherrschaft über die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V., Landesgruppe Niedersachsen übernommen.

 

Pistorius sagte, die Übernahme der Schirmherrschaft sei eine Wertschätzung für alle in Niedersachsen lebenden Aussiedler und Spätaussiedler und deren erfolgreiche Integrationsleistung. „Sie engagieren sich für ein gedeihliches Miteinander, für Freiheit, für Demokratie und für die Völkerverständigung in Europa”, so der Innenminister.

Pistorius überreichte der Vorsitzenden der Landesgruppe Niedersachsen, Lilli Bischoff, vor zahlreichen Gästen im Gästehaus der Landesregierung die Schirmherrschaftsurkunde. Mit der Schirmherrschaft sollen landesweit die Pflege und Weiterentwicklung des Kulturerbes der Volksgruppe gefördert werden. „Die Schirmherrschaft ist ein Zeichen, dass Sie in Niedersachsen jederzeit willkommen sind und sich hier Zuhause fühlen können”, sagte der Innenminister.

Die Gruppe der Aussiedler bildet mit 400.00 bis 500.00 Menschen die größte Zuwanderungs-gruppe in Niedersachsen. „Niedersachsen fühlt sich der Volksgruppe der Deutschen aus Russland besonders verbunden, da viele Aussiedler und Spätaussiedler über das Grenzdurchgangslager Friedland nach Deutschland eingereist sind”, sagte der Minister.

Pistorius kündigte an, die Schirmherrschaft mit zahlreichen Aktivitäten ausfüllen zu wollen. Beispielhaft nannte er die Schirmherrschaft für das Sportfest der Landsmannschaft in Friedland, das unter dem Motto „Integration durch Sport” allen Bewohnerinnen und Bewohnern der Aufnahmeeinrichtung offen steht.

Die Landsmannschaft vertritt die Interessen derjenigen Deutschen, die innerhalb der ehemaligen Sowjetunion vertrieben wurden und nach dem zweiten Weltkrieg im Verlauf von Jahrzehnten nach Deutschland übersiedelten. So engagiert sich die Landsmannschaft beispielsweise im Kulturbereich, informiert in Schulen zur Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland, leistet Kinder- und Jugendarbeit, organisiert Nachhilfeunterricht, Betreuungsangebote, Sportveranstaltungen, Seniorentage und bietet Vorträge zu verschiedenen Lebenslagen und Themen an. Die Landsmannschaft pflegt darüber hinaus vielfältige Kontakte zu den Landsleuten in den Herkunftsgebieten und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung.

 

Pressemitteilung
des Niedersächsischen
Ministeriums für Inneres und Sport

 

 

Advent – Zeit der Erwartung, der Barmherzigkeit und der Hoffnung Landesgruppe Niedersachsen lud zum „Empfang im Advent“   

Zum Ausklang des Jahres lud die Landesgruppe Niedersachsen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland Vertreter aus Politik, Öffentlichkeit und Verbänden zum inzwischen traditionellen „Empfang im Advent“ am 6. Dezember 2014 im Tagungshaus St. Clemens in Hannover ein – diesmal in Erinnerung an den 250. Jahrestag der Gründung der ersten deutschen Kolonien an der Wolga und somit den Beginn der 250-jährigen Geschichte der deutschen Kolonisten im Russischen Reich und der späteren Sowjetunion, einer Geschichte mit vielen Höhen und Tiefen. Den informativen Rahmen bildete die Ausstellung „250 Jahre Einladungsmanifest von Katharina II. – 250 Jahre russlanddeutscher Kulturgeschichte“.

Als Tausende Kolonisten aus dem deutschsprachigen Raum um die Mitte des 18. Jahrhunderts dem Ruf der Kaiserin Katharina II. nach Russland folgten, konnten sie an irdischen Gütern nur wenig mitnehmen. Aber sie nahmen seelische Werte wie Glauben, Sitten, Bräuche und Sprache der Heimat in das ferne Wolgagebiet mit. Und so wurden auch die wichtigsten religiösen Feiertage wie Weihnachten, Ostern, Pfingsten oder Erntedankfest in allen deutschen Kolonien an der Wolga oder im Schwarzmeergebiet zusammen mit der Kirche, fast gleich wie in der alten Heimat, gefeiert. Zu den beliebtesten Festen gehörte auch Weihnachten, der Höhepunkt des Festes war die Christabendfeier in der Kirche - das ganze Dorf war in der Kirche vertreten.

In der Sowjetzeit wurde Weihnachten auch in den ehemaligen deutschen Siedlungsgebieten durch das sowjetische Neujahrsfest ersetzt, das keine religiösen Bezug hatte und als Fest der Freude, ähnlich wie Silvester oder Fasching, öffentlich und in den Familien begangen wurde. Trotz des Verbots, Weihnachten öffentlich zu begehen, wurde in vielen deutschen Familien das Fest heimlich gefeiert. So konnten Bruchstücke des Brauchtums, das die Vorfahren aus deutschen Landen mitgebracht hatten, auch für die nachfolgenden Generationen erhalten bleiben, erst ab Ende der 1980er Jahre konnte man wieder Weihnachten mit Krippenspiel und Weihnachtsliedern ohne Angst feiern.

Im Laufe von Jahrhunderten sind die vier Adventswochen vor Weihnachten zur Zeit des Friedens, des Erinnerns, des Erwartens und der Vorfreude geworden, aber auch zur Zeit der Barmherzigkeit und der Hoffnung. Mit der bekannten Geschichte von vier Kerzen - Friede, Glaube, Liebe und Hoffnung - und den Worten „…Die Flamme der Hoffnung möge in unserem Leben nie ausgehen... Und jeder von uns sollte die Flammen Friede, Glaube, Liebe und Hoffnung immer am Leuchten erhalten. Ich wünsche euch allen eine friedliche, besinnliche Adventszeit!“ führte die Landesvorsitzende Lilli Bischoff die Gäste in die Veranstaltung ein. Auch diesmal durfte sie zahlreiche Gäste aus der Politik und dem öffentlichem Leben Niedersachsens begrüßen.

Zu den Ehrengästen gehörten unter anderen Klaus-Peter Bachmann (MdL), Vizepräsident des Niedersächsischen Landtages, Editha Lorberg (MdL), Aussiedlerbeauftragte der CDU-Landtagsfraktion, Regine  Kramarek, Bürgermeisterin Landeshauptstadt Hannover, Dr. Maria Flachsbarth (MdB), Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Jürgen Fröhlich, Klaus Engemann, Klaus Bittner und Oliver Krüger vom Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport, Referatsleiter Alptekin Kirci, Büro der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Heinrich Hörnschemyer, Leiter des Grenzdurchgangslagers Friedland, Nadeshda Kurz, Heimatverein der deutschen aus Russland e.V. (Molbergen), Larissa Witte, MIR e.V. (Miteinander-Integrativ-Regional) in Sulingen sowie zahlreiche Vertreter der landsmannschaftlichen Gliederungen Niedersachsens.                                      

In ihrer Begrüßung dankte Lilli Bischoff  „den zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, auf die ich mich auch in diesem Jahr verlassen konnte“, sowie allen Landsleuten, die sich immer wieder bei den landesweiten Veranstaltungen eingebracht haben. Ein herzliches Dankeschön ging im Namen der Landsleute in ganz Niedersachsen auch an die Verantwortlichen der Niedersächsischen Landesregierung und der Kommunen, die die Landsmannschaft vor Ort bei all ihren Veranstaltungen und Initiativen unterstützen.                                   

Klaus-Peter Bachmann richtete in Vertretung des Landtagspräsidenten Bernd Busemann Grußworte aus. Er bedankte sich ganz herzlich für die Einladung, und brachte zum Ausdruck, dass die Teilnahme für ihn eine Selbstverständlichkeit sei, denn er war in den vielen Jahren der Opposition auch parteiübergreifend der Landmannschaft der Deutschen aus Russland schon immer verbunden und wird es auch in Zukunft sein. Unabhängig davon, wer im Parlament die Mehrheit habe und die Regierung stelle, sei es eine gemeinsame Aufgabe aller politischen Parteien in Niedersachsen, mit den Zuwanderern, die erfolgreich bei der Weiterentwicklung der Gesellschaft mitwirken, auch die festlichen Tage und feierlichen Anlässe zu verbringen und Anerkennung zu zeigen, so Bachmann.

Die Integration könne nur dann gelingen, wenn es gilt die eigene Kultur und Sprache weiter zu pflegen, wie am Beispiel der „Mehrsprachigkeit“. Vor allem für die junge Generation „ist es ein enormer Vorteil mehrsprachig aufzuwachsen. Es ist der Schlüssel zur Integration und auch in unserer immer mehr globalisierten Welt ein großer Vorteil für die zukünftige Berufsauswahl der jungen Menschen“. Bachmann lobte, dass genau diese Mehrsprachigkeit bei der Veranstaltung umgesetzt wurde, denn es wurden sowohl deutsche als auch russische und ukrainische Weihnachtslieder gesungen. Die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland beweise mit dieser Veranstaltung, dass „sie Mitten in unserer Gesellschaft angekommen ist, und dass sie ganz wesentlich zum Gelingen unserer Gesellschaft hier in Niedersachsen und in Deutschland beitragen“, hob er hervor. Auch Editha Lorberg, Alptekin Kirci, Regine Kramarek und Dr. Maria Flachsbarth erzählten in ihren Grußworten nicht nur von ihrem persönlichen Bezug zu Weihnachten, sondern würdigten sowohl die Integration der Russlanddeutschen in Niedersachsen als auch die gute Zusammenarbeit mit der Landsmannschaft.

Für eine festliche und freundschaftliche Stimmung bei den Ehrengästen und den Teilnehmern sorgte der Chor „Heimatmelodie“ der Ortsgruppe Hannover (Vorsitzende Marianna Neumann) unter der Leitung von Olga Welz, der mit deutschen und russischen Liedern die musikalische Umrahmung gestaltete. Viel Applaus bekam der Kinderchor aus Hannover für ihr Gesangsständchen, für die Kinder gab es zum Schluss auch Geschenke.

An der Veranstaltung beteiligte sich auch eine gemischte Gruppe aus dem ukrainischen Kowel, die im Rahmen der Städtepartnerschaft Kowel-Barsinghausen einen Kulturaustausch machte und vom Verein „Kinderhilfe Ukraine“ betreut wurde (1995 von Lilli Bischoff gegründet, setzt sich der Verein für kostenlose Erholungsmaßnahmen für die durch das Atomreaktorenunglück von Tschernobyl betroffenen Kinder aus Kowel ein). In ukrainischen Trachten präsentierten die Künstler Weihnachtslieder aus ihrer Heimat. Angesichts der aktuellen Situation in der Ukraine brachte die Landesgruppe ein nachahmenswertes Beispiel der Völkerverständigung zum Ausdruck.  

VadW-Info

 

 

DruckversionDruckversion | Sitemap
© Svetlana Judin